<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><?xml-stylesheet type='text/xsl' href='http://steppenvolk.spaces.live.com/mmm2008-07-24_12.50/rsspretty.aspx?rssquery=en-US;http%3a%2f%2fsteppenvolk.spaces.live.com%2fcategory%2fDie%2bMagyaren%2ffeed.rss' version='1.0'?><rss version="2.0" xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" xmlns:msn="http://schemas.microsoft.com/msn/spaces/2005/rss" xmlns:live="http://schemas.microsoft.com/live/spaces/2006/rss" xmlns:dcterms="http://purl.org/dc/terms/" xmlns:cf="http://www.microsoft.com/schemas/rss/core/2005" xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"><channel><title>Steppenvölker: Die Magyaren</title><description /><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/?_c11_BlogPart_BlogPart=blogview&amp;_c=BlogPart&amp;partqs=catDie%2bMagyaren</link><language>en-US</language><pubDate>Wed, 13 Aug 2008 20:19:02 GMT</pubDate><lastBuildDate>Wed, 13 Aug 2008 20:19:02 GMT</lastBuildDate><generator>Microsoft Spaces v1.1</generator><docs>http://www.rssboard.org/rss-specification</docs><ttl>60</ttl><cf:parentRSS>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/feed.rss</cf:parentRSS><live:type>blogcategory</live:type><live:identity><live:id>3129051235584073915</live:id><live:alias>steppenvolk</live:alias></live:identity><cf:listinfo><cf:group ns="http://schemas.microsoft.com/live/spaces/2006/rss" element="typelabel" label="Type" /><cf:group ns="http://schemas.microsoft.com/live/spaces/2006/rss" element="tag" label="Tag" /><cf:group element="category" label="Category" /><cf:sort element="pubDate" label="Date" data-type="date" default="true" /><cf:sort element="title" label="Title" data-type="string" /><cf:sort ns="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/" element="comments" label="Comments" data-type="number" /></cf:listinfo><item><title>ALLTAGSLEBEN III.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!217.entry</link><description>&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Heilung&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Dazu, wie die Menschen der ungarischen Landnahmezeit Krankeiten interpretiert und wie sie sie geheilt haben, liegen uns kaum Angaben vor. Einen geringen Anhaltspunkt bieten in diesem Zusammenhang die Kenntnis der zeitgenössischen Heilkräuter und Heilverfahren oder fragmentarische Überlieferungen der heidnischen Glaubenswelt, die sich darauf beziehen lassen. Sicher ist nur soviel, daß die Schädelöffnung (Trepanation) bei unseren Vorfahren breite Anwendung fand, was ernsthafte Kenntnisse auf dem Gebiet der Anatomie und Chirurgie voraussetzt.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pRO9SvAXDBHUoVYaCZOVlesNVHD4uo1Q7ylbLLOeDiKYDzgMd6X82B0FJSpRotEwv"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;218&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pUF89t63zNu-bcel-2GHb7Y6frA6qEFVCK7zByxCrcsTPPVuR_WOuJWDV4Wp2mTYj"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;219&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+ALLTAGSLEBEN+III.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!217.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!217.entry</guid><pubDate>Fri, 09 Jun 2006 13:28:47 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!217/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!217.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:47:09Z</dcterms:modified></item><item><title>ALLTAGSLEBEN II:</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!216.entry</link><description>&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Bekleidung und Tracht&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Beide Geschlechter trugen vermutlich ähnliche Kleidungsstücke: ein Hemd aus Hanf- oder Flachsleinen, ein kaftan- oder mantelartiges Obergewand, weite Hosen und Stiefel mit leicht nach oben gebogener Spitze. Ihrem Rang, Alter und Stand entsprechend schmückten sie ihre Kleider auch mit schillernden Beschlägen. Die Lage der archäologischen Funde in den Gräbern bietet Möglichkeiten, einen Teil der Kleidung zu restaurieren. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Ein typisches Zeichen für den Rang und die Würde eines freien Mannes war bei den Reiternomaden der beschlagverzierte Gürtel. Mit dem Anlegen eines Gürtels wurde der Knabe zum Manne gekürt, die Anzahl und Qualität der Beschläge kündeten von der gesellschaftlichen Stellung ihres Trägers. Am Gürtel hingen die Waffen und die Tasche mit den Dingen des täglichen Gebrauchs. Die Mütze der Männer war eine spitze Leder- oder Filzhaube, deren herunterklappbarer Rand die Ohren schütze. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Wesentlich prächtiger dürfte die Tracht der Frauen gewesen sein. Die Mädchen trugen einen Kopfputz, wohlhabendere Frauen eine mit Scheiben und Anhängern verzierte oder pelzbesetzte Haube. Ihren Schmuck bildeten verschiedene Ohrgehänge und Haarringe, Zopfschmuck, auf Halsketten gefädelte Perlen, halbmondförmige Anhänger, Armringe und Fingerringe. Auf die Stehkragen der Frauen- und Kinderhemden nähte man rhombische und zweiteilige Anhängerbeschläge, das Hemd wurde mit Ösenknöpfen geschlossen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Über ihrem perlenbesetzten oder mit kleinen Knöpfen verzierten Hemd trugen die Frauen Brokat- oder Seidenkaftane, deren Saum quadratische und halbmondförmige Beschläge mit Anhänger oder gepreßte Rosetten zierten. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;In ihre Zöpfe flochten sie geschliffene Muscheln und Perlen und hängten ans Ende eine dekorative Scheibe. Armringe dienten dazu, die Kleiderärmel zusammenzuhalten. Charakteristische Schmuckgegenstände des Gemeinvolkes im Zeitalter der Landnahme und Staatsgründung sind die aus Silber oder Bronze gefertigten Haarringe mit S-Ende. Die in Tierköpfen endenden Armringe - auch sie wurden zu jener Zeit mit Vorliebe benutzt - dürften außerdem eine behütende-schützende Funktion erfüllt haben. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Zur Tracht der oberen Gesellschaftsschicht gehörte das geschlitzte Pelzobergewand (Schafspelz). Als Umhang diente vermutlich eine Filzdecke, mit der sie bei schlechtem Wetter ihre Schultern bedeckten. Weitere typische Kleidungsstücke waren die gemusterte Tunika, die Handschuhe, die kurze Pelzjacke, die mit Nieten mit verzierten Köpfen beschlagenen, seitlich genähten Stiefel sowie das in der Mitte oder an der linken Schulter schließende Seidenhemd. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Wie die in den Gräbern freigelegten Eisen und Bronzeschnallen andeuten, wurden den Bestatteten mit Verbreitung des Christentums meist nur noch einfache Leder- oder Textilgürtel mitgegeben. Am Hals trugen sie hohle Reliquienkreuze oder gegossene Brustkreuze. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Haartracht gilt seit Urzeiten als Merkmal der Unterscheidung zwischen den Geschlechtern und Altersklassen. Auch als Hinweis auf den gesellschaftlichen Rang könnte sie gedient haben, und im Kreise der Frauen war sie wohl eher ein Zeichen für die Bewahrung der Traditionen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+ALLTAGSLEBEN+II%3a&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!216.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!216.entry</guid><pubDate>Fri, 09 Jun 2006 13:27:25 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!216/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!216.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:47:31Z</dcterms:modified></item><item><title>ALLTAGSLEBEN I.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!215.entry</link><description>&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Im alltäglichen Leben der Vorfahren teilten sich Frauen und Männer die Arbeit. Sache der Frauen war das Kochen und Backen. Schon vor der Landnahme verwendeten sie Zwiebel, Erbse, Meerrettich und Salate als pflanzliche Nahrung. Zum Kochen dienten große Tonkessel, die Speichergefäße dürften aus verschiedenen Hölzern und auch aus Leder gefertigt worden sein. Im Ofen bucken sie aus dem auf eine glühende Steinplatte gegossenen Teig das Fladenbrot. Aufgabe der Frauen war die Fertigung der Kleider, Teppiche und des Filzes, die Abwicklung des Umzuges, das Auf- und Abbauen der Filzzelte. Doch nicht nur die Hausarbeit war Sache der Frauen, auch an der Bestellung des Gartens mußten sie sich beteiligen. Die im Zusammenhang mit der Großtierhaltung anfallenden Aufgaben gehörten selbstverständlich zu den Pflichten der Männer. So war zum Beispiel auch das Melken Männerarbeit, den Kumyß aber bereiteten bei den Steppenvölkern immer die Frauen zu. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Gesponnen wurde mit Spindeln; zum Weben diente erst ein waagerechtes Webgerät, nach der Landnahme benutzte man dann schon fußbetriebene Webstühle. Die Frauen und Mädchen stellten auch den Filz (aus Schafwolle gefertigten Stoff) her, der dann vielseitige Verwendung fand: Kleidung (Mäntel, Stiefel, Hauben), Taschen, Decken, Schabraken, vor allen Dingen aber die Abdeckung der Zelte wurden daraus gemacht. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pXooofcGDehibik9pqMKDi9WYs_tuxh3RQjO6BZiRbZ65BKBXDfHLa-fh3M4ADMIA"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;220&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pOImjdKBdACitUvLJZX2pAA_oYDuZqT-Fu4JnTp6ek6OXVMu3XFUBiPr8se8UCq35"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;221&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1paakKtQFYelTOlrayFE-le4brfas3Zl6VRyx8yq3rbEnBSQkiIZXKIZePqBzGcv_u"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;222&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+ALLTAGSLEBEN+I.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!215.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!215.entry</guid><pubDate>Fri, 09 Jun 2006 13:26:30 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!215/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!215.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:47:54Z</dcterms:modified></item><item><title>Traditionelles Getränk: Kumyss</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!206.entry</link><description>&lt;div&gt;Kumyss ist ein traditionelles Getrank der Nomaden-Viehzuchter, das sich infolge des Sauermilch- und Spiritusgarungsprozesses aus der Stutenmilch ergibt. Fruher haben die Baschkiren den Kumyss in einem ledernen Gefass geschlagen und aufbewahrt. Spater wurden dafur ausgehohlte Lindenkubel und pilzformige Quirlstocke benutzt. Als Sauerungsmittel wurde alter Kumyss oder Katyk (ein Sauermilchprodukt, in der Art von Kefir oder Yoghurt), verdunnt mit Wasser, verwendet. Manchmal wurde dabei etwas Ziegenmilch zugegeben. &lt;br&gt;Eine der wichtigen Voraussetzungen der Kum&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;yss-Zubereitung bzw. –Herstellung war das standige heftige Schutteln des Getranks: die reichliche Schaumbildung zeugte davon, dass das traditionelle Getrank gar oder tafel- bzw. trinkfertig war.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Die Kumyssbewirtung startete und kronte immer die festliche Tafel.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Die Tradition der Kumysszubereitung wird weiter gepflegt.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Die Kumysskur (Verwendung von Kumyss zu Heilzwecken) wurde zum ersten Mal von Baschkiren eingefuhrt. Heileigenschaften von Kumyss sind durch Laboruntersuchungen bestatigt worden, die man unter der Leitung der Wissenschaftler von der Baschkirischen Medizinischen Universitat durchgefuhrt hat. Der Mechanismus der Heilwirkung von Kumyss ist durch einen ganzen Komplex von Heilstoffen bedingt, die dieses Getrank enthalt. Das sind Fermente, Mikroelemente, Antibiotika, Vitamine A, B1, B2, B12, D, E, C (besonders viel), Weingeist, Milchsaure, Kohlensaure(anhydrid) u.a.m.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Kumyss wirkt wohltuend auf die Funktion des Magen-Darm-Kanals ein, stimuliert den Stoffwechsel und die Tatigkeit des Herz-Kreislauf- und Nervensystems sowie die Funktion von bluterzeugenden Organen, von Nieren, Drusen der inneren Sekretion, starkt die Immunitat. Recht effektiv ist Kumyss bei Lungen- und Harn-Geschlechtsorganentuberkulose, bei Abmagerung und Anamie. Kumyss wird in den Sanatorien („Schafranowo“, „Gluchowskaja“, „Jumatowo“) verwendet.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Traditionelles+Getr%c3%a4nk%3a+Kumyss&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!206.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!206.entry</guid><pubDate>Thu, 08 Jun 2006 08:33:36 GMT</pubDate><slash:comments>1</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!206/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!206.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-08T08:33:36Z</dcterms:modified></item><item><title>SIEDLUNG + WOHNORT</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!199.entry</link><description>&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;SIEDLUNG UND WOHNORT&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Untrennbarer Bestandteil des Steppenlebens war das ständige Weiterziehen, der häufige Umzug in andere Gegenden, um den Tieren entsprechendes Weideland zu sichern. Der gewohnte Rhythmus wurde grundlegend vom Wechsel der Jahreszeiten bestimmt. Eines der typischen Kennzeichen für die nomadisierende Lebensweise ist die Verwendung des leicht transportierbaren, schnell auf- und abzubauenden, runden Zeltes, der Jurte. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Seitenwand der kuppelförmigen, überdachten Jurte besteht aus einem Holzgitter, das man mit mehreren Schichten Filz abdeckte. Unterwegs wurde dieses Zelt meist von Lasttieren transportiert, es gab aber auch eine Variante, wo die Jurte auf einem Wagen befestigt war. Ihre innere Einteilung hatte man, da sie aus einem einzigen Raum bestand, streng festgelegt. Mit Blick in Richtung Eingang gehörte die rechte Seite den Männern, die linke den Frauen; neben dem Eingang war der Platz für die alltäglichen Tätigkeiten. In der Mitte befand sich die Feuerstelle, deren Rauch frei durch die obere Öffnung der Jurte abzog. Diese Dachöffnung konnte mit einer Decke verschlossen werden, die man durch eine Schnur herabzog. Ein Teppich bedeckte auch den Eingang. An der mit Teppichen verhängten Wand standen Ledersäcke und Holztruhen, in denen sie ihre Reichtümer, die Kleidung und Lebensmittel verwahrten. Waffen und Gebrauchsgegenstände hingen an den Holzleisten der Gitterwand. Die Jurte wurde von den Ungarn auch lange nach der Landnahme noch als Sommerwohnung benutzt. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Das Siedlungsnetz des im Karpatenbecken eintreffenden Ungartums war nicht einheitlich, so daß sich die Gliederung der zeitgenössischen Gesellschaft auch anhand der Wohnorttypen verfolgen läßt. Der größte Teil der Einwohnerschaft lebte in den sogenannten Winter- und Sommerquartieren, aus den Winterquartieren aber wurden nach und nach Dörfer. Ein davon abweichendes Bild zeigten die Wohnsitze der Stammes- und Sippenoberhäupter, die gleichzeitig als Marktorte fungierten. An diesem Siedlungsnetz änderte auch die zur Jahrtausendwende verwirklichte Staats- und Kirchenorganisation nicht viel. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Neben den im allgemeinen mit Ortswechsel verbundenen Sommerquartieren entwickelten sich - als Folge der langsam immer mehr Bedeutung gewinnenden Bodenbearbeitung - aus den ständigen Winterquartieren dorfartige Siedlungen. In den Dörfern des 10. Jahrhunderts gehörten die zur Hälfte im Boden eingelassenen Grubenhäuser bald schon zum alltäglichen Bild, später tauchten dann auch die an der Oberfläche errichteten Wohn- und Nebengebäude auf. Diese Bauten entsprachen den damals in ganz Osteuropa verbreiteten Haustypen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Veränderung der Siedlungs- und Wohnhaustypen läßt sich mit der wirtschaftlichen Umgestaltung erklären. Anfangs führten die landnehmenden Ungarn das Leben nomadisierender Hirten. Vom Frühjahr bis zum Herbst weideten sie ihre Herden, im Winter kehrten sie in ihre von Äckern umgebenen ständigen Winterquartiere zurück. Nach der Landnahme aber wurden sie seßhaft, und damit nahm die Herausbildung der kleineren Dörfer ihren Anfang. Bereits in den Gesetzen und Schenkungsbriefen König Stephans erscheint das als Wohnort des Gemeinvolkes festgelegte, über Gemarkungen verfügende Dorf (villa), dem der Dorfschulze (villicus) vorstand. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Mit Herausbildung des Systems der Komitate kam es zum Bau von Holz- oder Blockburgen, die zunächst als Zentren der Sippenoberhäupter, später dann als Gespanschaftszentren dienten. Die Burg selbst war ein durch Erdwerke bzw. Wälle geschütztes Wohngebiet unterschiedlicher Art und Größe. Charakteristisch für die Festen des 10.-11. Jahrhunderts ist, daß sie auf einem aus dem Hochwassergebiet der Flüsse aufragenden niedrigen Hügel, einer Halbinsel oder einem Gebirgsausläufer, also in jedem Fall an irgendeiner strategisch wichtigen Stelle standen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Das im rechtlichen Sinne als mittelalterliche Stadt zu bezeichnende Gemeinwesen entwickelte sich in Ungarn erst an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert. Urbane Funktionen versehende und für die territoriale Arbeitsteilung maßgebliche Siedlungen allerdings gab es auch vorher schon. Als solche dürfen in erster Linie jene städtischen Siedlungen gelten, die hinsichtlich ihrer Verbraucheransprüche über dem Durchschnitt lagen oder sich an der Abwicklung des beginnenden Warenaustauschs beteiligten, wie beispielsweise die Herrscher- bzw. Kirchenzentren. Hier, im Schutze der befestigten Herrensitze, dürften auch Märkte entstanden sein. In der Nähe dieser Marktflecken befanden sich die Dörfer der Handwerker, die im Dienste der Obrigkeit standen, sowie der mit Handel befaßten Ethnika. Zur Zeit der Staatsgründung war die Burg von Esztergom (Gran) der häufigste Aufenthaltsort des Königs und gleichzeitig Residenz des ersten ungarischen Erzbistums. Székesfehérvár hingegen entwickelte sich zum sakralen Zentrum. Da man hier den Staatsgründer, König Stephan, bestattet hatte, wurde es später zum wichtigsten Krönungs- und Bestattungsort der ungarischen Könige, und hier verwahrte man auch die Krönungsinsignien. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Bereits in seiner Heimat im Etelköz lebte das Ungartum am Rande international bedeutender Handelsrouten, beteiligte sich am Handel mit Wachs, Pelzen und Sklaven. Diese Handelsbeziehungen zu Byzanz und den arabischen Völkern brachen auch im Karpatenbecken nicht ab, Schriftquellen berichten über die Ausfuhr von Sklaven und Pferden bzw. die Einfuhr von Zinn und Pelzen. Obwohl zum überwiegenden Teil Naturalwirtschaft betrieben wurde, fanden schon im Zeitalter der Staatsgründung zur Abwicklung des notwendigen Warenaustauschs Landesmärkte (Messen) statt. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Eine wesentliche Rolle im mittelalterlichen Verkehr spielten die noch von den Römern gebauten festen pannonischen Straßen sowie die schiffbaren Flüsse. Bereits im 11. Jahrhundert erwähnen Quellen den Schiffsverkehr auf der Donau, ja selbst Schiffsanlegestellen sind bekannt. Wichtigstes Tier des Straßenverkehrs war auch weiterhin das Pferd. Im 10.-12. Jahrhundert lieferten die Händler ihre Waren auf kürzeren Strecken zu Pferde oder sogar zu Fuß. Als Haupttransportmittel im Fernlastverkehr diente schon seit langem der zwei- oder vierrädrige Wagen. Zur Personenbeförderung wurde er nur selten in Anspruch genommen, da ein Reiter täglich rund 100 km zurücklegen konnte, während man mit dem Wagen höchstens 20-30 km schaffte. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die von König Stephan getroffenen Maßnahmen erstreckten sich auch auf das Maßsystem. Der Fuß, die Grundeinheit des Längenmaßes, ist bayerisch-karolingischer Herkunft; er betrug 16 Finger bzw. 1/10 Klafter. Grundeinheit der Landvermessung war das königliche Klafter, dessen aus einem Seil gefertigter Etalon in der Schatzkammer zu Székesfehérvár aufbewahrt wurde. Der europaweit verbreiteten römischen Tradition sowie der in Ungarn praktizierten Ackerbestellung entsprechend legte man das Maß des königlichen Morgens fest, was 12x72 königliche Klafter bedeutete. Bei der Herausbildung der Gewichtseinheiten fiel den Münzen eine wichtige Rolle zu. Die Raummaße fanden in den Begriffen der Getreide-, Heu- und Hanfarbeiten Ausdruck, wie beispielsweise Faust, Garbe und Wagen. Neben den königlichen verbreiteten sich überall im Land auch lokale Maße, abgesehen davon, daß die Messungen zu jener Zeit natürlich keineswegs exakt waren.&lt;/div&gt;
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&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;/div&gt;
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&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pALLUByftaTTtoIgDFFiY_AY83aLPLetPfK6mP6zVTC96KKpFC2V9GOckr6ycF38U"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;209&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pLu49MmUY1xpFp_xG0KYHfzbj748RJ05Q3AjjhfiBR-OkwesKimHWdocM-eq6ZSNY"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;210&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1p-d7vnE5x8_FDE0Bjtflo_FzmpGqO1DKRuodgCiWTZYgUKp1bEN1f4l9GHUcAWPyW"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;211&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1p-d7vnE5x8_HILpwXS_iptXx9OjfkfvmAY8VyIPiFZ3Y10H6oTVgbP-VhiQRJDLAe"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;212&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pwJDeOq6qy-kaObrG_4QICQ5CYA1jCiyZMZnsJSH0KdmJId0EUXTCX8Z0m9TnxZ3Z"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;213&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1p9xo7WGwAQ5rMJF7b6yPsYg-AySu20c0YjKDxPgFGYP2tvZJsIdfTVJGdatCOadJa"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;214&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+SIEDLUNG+%2b+WOHNORT&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!199.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!199.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 11:46:32 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!199/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!199.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:48:21Z</dcterms:modified></item><item><title>HANDWERK</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!195.entry</link><description>&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Neben den anfangs durch Arbeitsteilung getrennten Beschäftigungen der Tierhaltung und Jagd, des Fischfangs und Ackerbaus entstanden - nicht zuletzt um deren Bedarf an Werkzeugen und Geräten zu decken - die verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten. Aus der Zeit der ungarischen Landnahme und Staatsgründung wurden unter anderem auf die folgenden Gewerke hindeutende archäologische Funde freigelegt: Bogenfertigung, Schmiedehandwerk, Sattlerei, Gold- bzw. Silberschmiedehandwerk, Leder-, Knochen- und Holzbearbeitung, Töpferei. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Für den Bogenmacher lieferte das Fischen einen der wichtigsten Rohstoffe, den Leim, mit dessen Hilfe er eine solch furchteinflößende Waffe fertigte, die die ganze westliche Welt erzittern ließ. Der Bogen wurde schichtweise, abwechselnd aus Hart- und Weicholz sowie aus flexiblen Tiersehnen zusammengestellt, indem man die Schichten mit dem aus der Fischblase gekochten Leim zusammenklebte, zusammenpreßte bzw. aneinander band. Die Handhabung des mit aus Hirschgeweih geschnitzten Platten verstärkten Reflexbogens bedurfte außergewöhnlicher Geschicklichkeit, deshalb übte man sie schon von früher Kindheit an. An den federbesetzten Pfeilschäften wurden - je nach Verwendungszweck - Pfeilspitzen unterschiedlicher Form befestigt, die nicht der Bogenmacher, sondern der Schmied anfertigte. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Produktpalette des Schmiedemeisters war sehr vielseitig; neben Pfeilspitzen stellte er die verschiedensten Waffen (Säbel, Lanze, Streitaxt), Pferdegeschirre (Trense, Steigbügel, Gurtschnallen) sowie landwirtschaftliche Geräte (Pflug, Spaten, Sichel, Beil) her. Zu dem bei Ausgrabungen freigelegten archäologischen Nachlaß des Schmiedehandwerks gehören Grubenwerkstätten, eine zum Teil in den Boden eingelassene Werkstatt, aber auch eine über Tage stehende Werkstatt mit Pfostenkonstruktion. Unter den Funden kamen solche geschmiedeten Messer oder Sicheln mit gezahnter Schneide zum Vorschein, an denen kombinierte Eisen- und Stahlbeschichtung zu beobachten ist. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Schmiedewerkstätten und Eisengießereien arbeiteten im 11.-12. Jahrhundert getrennt voneinander. Zwar wird in den zeitgenössischen Quellen nicht davon gesprochen, doch archäologische Funde beweisen es eindeutig, daß sich die landnehmenden Ungarn auch auf die Verhüttung von Edelmetallen und Eisen verstanden. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Der Sattler fertigte die Sattelknöpfe aus hartem Lindenholz, die Sattelbretter aus weichem Pappel- oder Birkenholz. An beiden Seiten des Sattels wurden die dem Reiter Sicherheit bietenden Steigbügel befestigt, deren runde Trittflächen gleichzeitig darauf hinweisen, daß die Ungarn damals zum Reiten Stiefel mit weicher Sohle trugen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Von der Gold- bzw. Silberschmiedekunst der Landnahmezeit wissen wir überwiegend durch die bei Ausgrabungen zum Vorschein gelangten Gegenstände. Der meistverwendete Grundstoff außer Bronze war das heilige Metall, das Silber. Es wurde gegossen oder aus Blech getrieben und zwecks Verzierung gepunzt. Den Hintergrund schmückte man mit reicher Vergoldung, um den pflanzlichen Musterschatz noch besser hervorzuheben. Die vielleicht bekanntesten landnahmezeitlichen Denkmäler dieses Handwerks sind die in mannigfaltiger Weise geformten, eine ranganzeigende Rolle erfüllenden Taschenplatten. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;An den zur Frauentracht gehörenden Scheiben oder Armringen tauchten auch Verzierungen in Form von Tierdarstellungen auf. Vom Gemeinvolk verwendete typische Schmuckgegenstände waren Haarringe mit S-Ende, halbmondförmige Anhänger, Bandfingerringe und Armringe. Das häufig aus Gold gefertigte Geschmeide der Vornehmen unterschied sich streng von den Bronze- bzw. Silbergegenständen, die das Gemeinvolk trug. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Mit der Staatsgründung verschwand die an das alte Weltbild des Zeitalters der Landnahme anknüpfende Goldschmiedekunst. Vom Goldschmiedehandwerk des 11. Jahrhunderts künden zahlreiche Schriftquellen, Kirchenregister oder Ortsnamen. In den Legenden über König Stephan den Heiligen wird die Altaraustattung der Kathedrale zu Székesfehérvár erwähnt, doch nur wenige Sachdenkmäler blieben erhalten. Die für den Hof arbeitende Goldschmiedewerkstatt in Esztergom (Gran) war gleichzeitig als königliche Münzstätte tätig, aber auch individuelle Aufträge der hohen kirchlichen und weltlichen Herren dürften die hiesigen Goldschmiede ausgeführt haben. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Lederverarbeitung galt anfangs als typische Frauenarbeit. Im allgemeinen diente als Ausgangsmaterial das Fell von Schafen, seltener von Rindern. Unter den frühen Gerbeverfahren wandten die Landnehmenden das Alaun- und Fettgerben an. In ganz Europa wurde das mit Alaun behandelte, talggetränkte ungarische Leder bekannt, das man mit Vorliebe zur Herstellung von Pferdegeschirr (Sattel, Zügel) benutzte. (Die Franzosen bezeichneten das mit Alaun behandelte Leder im Mittelalter als Leder ungarischer Art.) Andere aus Leder gefertigte Gebrauchs- und Trachtgegenstände - wie z. B. Schläuche, Taschen, Gürtel - waren Produkte der Geschirrmacher oder - wie bestimmte Teile der Kleidung - der Kürschner. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pHhjeM568DjlztUSM1c5XAPwOeRExMqcOPKT_qF0_tlrgxyamPtizOUoevB7Idv4K"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;196&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1ptS3hEPC6J0Ay_ETGUfj4rF8XnW8VbCLruqi-BdBKul76rdyszmvN8szadPBRgUzb"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;197&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pzYL0PwVziML5Vm0k6qWPEfOEcRJuyJso6aBdMR18e_cS7-49quj7h82l7xFZQseL"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;198&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pf0bS1Eof2oq3SE5wLoYzjhBpTqLTbuM9i0Z37BT5UTC5Y1k5Y0_Ksn8G1m-22EG-"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;207&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+HANDWERK&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!195.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!195.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 11:35:07 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!195/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!195.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:48:53Z</dcterms:modified></item><item><title>WIRTSCHAFTSLEBEN III.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!192.entry</link><description>&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ackerbau und Sammeln&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Mit dem Ackerbau wurde das Ungartum bereits in der südrussischen Steppe bekannt. Die Samen streuten sie einfach auf die unbeackterte Erde und pflügten sie dann ein. Wichtigstes Saatgut waren Hirse, Weizen und Gerste. Das reife Getreide wurde mit der Sichel geerntet, zum Mahlen verwendte man Mahlsteine oder eine Handmühle. Auch über Sensen und beschlagene Spaten verfügten sie. Diese Ackerbauweise entsprach nicht der heutigen ortsgebundenen, Düngung erfordernden Bearbeitung, sondern von Zeit zu Zeit ließ man die ermüdeten Felder brach und bebaute neue. Dies war die Anfangsstufe der Dreifelderwirtschaft. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Daneben erstreckte sich die wirtschaftliche Tätigkeit des Urungartums auch auf das Sammeln wildwachsender Obstsorten, eßbarer Pilze und von Honig, den ihnen die Natur schenkte. Honig erbeuteten sie hauptsächlich bei ihren Streifzügen, aber auch die Bienenhaltung in Waldbäumen dürfte ihnen schon bekannt gewesen sein. Der Reichtum des ungarischen Wortschatzes in bezug auf den Weinanbau weist eindeutig daraufhin, daß unsere Vorfahren weder den Wein noch das Bier verachteten. Ihren Durst löschten sie mit vielerlei auf verschiedene Art zubereiteten Getränken, darunter dem aus Stutenmilch gegorenen Kumyß.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;
&lt;div&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pyu1AOSpHjs67jfGvQY9vWwc2VwABISzQe6DUJ1TU0z0dyDnKIGAIQTpKgfGxP3EY"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;193&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1paOXZwiOtTOPfReYaIs7vm4BXoellkg5_xaDTBFutrZFuylwnanfsDDA9mRBrpQ5t"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;194&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+WIRTSCHAFTSLEBEN+III.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!192.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!192.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 11:28:45 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!192/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!192.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-09T13:49:30Z</dcterms:modified></item><item><title>WIRTSCHAFTSLEBEN II.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!189.entry</link><description>&lt;div&gt;
&lt;h4&gt; &lt;/h4&gt;
&lt;p&gt;Jagd
&lt;p&gt;Die Jagd nahm im Leben der Tierhaltung betreibenden Nomaden einen besonderen Platz ein. Sie bedeutete nicht nur Nahrungsbeschaffung, sondern war gleichzeitig Unterhaltung und diente außerdem als ständige militärische Übung. Ihre beliebteste Form war die Falkenjagd. Neben der Jagd mit Falken oder Pfeil und Bogen wurden Pelztiere mit Hilfe von Fallen, Messern, Schlingen und Gruben erlegt. 
&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.atarn.org/magyar/video/Hungarian.WMV"&gt;Video zum Thema Reiterbogen &amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;&lt;/a&gt;
&lt;p&gt; 
&lt;p&gt;Fischfang
&lt;p&gt;Der Winter war für den Nomaden die Zeit des Fischfangs. Im Winter zogen sich die Hirten mit ihren Tieren in die Täler, vor allem an die Ufer der größeren Flüsse zurück, und diese Zeit nutzten sie, um den winterlichen Speiseplan durch Fangen von Fischen zu ergänzen. Die älteste Methode ist das Fischen mit Fischfangsperren, aber auch die Reuse, das Netz, die Harpune und der Angelhaken waren den Vorfahren der Ungarn bekannt. 
&lt;p&gt; 
&lt;p&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index7.html"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index7.html&lt;/a&gt;
&lt;h4&gt; &lt;/h4&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pIhN5Y68ax33_NQ3z7VOuv0IbRrgqH2Q3ehmM11L5PWSns2ft--IaF3uykqnCpZae"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;190&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pOemsCqR7nGYlxnuiyzMGlgxdWIfIv5WKVTeAVtWiE0lEgmNxDTJu21MCoW6kG6FO"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;191&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+WIRTSCHAFTSLEBEN+II.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!189.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!189.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 11:23:33 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!189/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!189.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-14T14:43:18Z</dcterms:modified></item><item><title>WIRTSCHAFTSLEBEN I.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!185.entry</link><description>&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Die Lebensweise, das Wirtschaftsleben des frühen Ungartums zu charakterisieren, ist eine schwierige Aufgabe, weil uns dazu nur fragmentarische Quellen zur Verfügung stehen. Kennzeichnend für die Komplexität der landnahmezeitlichen Wirtschaftsweise war, daß sie nicht ausschließlich auf nomadischer Tierhaltung beruhte. Wesentliche Bestandteile bildeten darüber hinaus die Jagd, der Fischfang und nicht zuletzt der Ackerbau. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Tierhaltung&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Mit wertvollen Anhaltspunkten zur landnahmezeitlichen Lebensweise dient die Haustierhaltung. Laut Zeugnis der bei Ausgrabungen zum Vorschein gelangten Knochenfunde muß es sich um eine sehr vielschichtige, artenreiche Tierzucht gehandelt haben; die Reste von insgesamt zehn Haustierarten (Pferd, Rind, Schaf, Ziege, Schwein, Kamel, Hund, Huhn, Gans und Ente) wurden freigelegt. Esel und Katze gehörten wahrscheinlich ebenfalls zum Kreis der Haustiere. Neben den europäischen Arten findet man im Haustierbestand auch solche Arten, die sie mitgebracht hatten (Tarpan /Wildpferd/, Zackelschaf, Kamel, Büffel). &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Einer etwas übertreibenden zeitgenössischen Quelle zufolge pflegten die Ungarn &amp;quot;auf ihren Pferden zu gehen, zu denken, herumzustehen und sich zu unterhalten&amp;quot;. Die allen Fährnissen der freien Natur gewachsenen Pferde bedurften nicht der Unterbringung in Ställen, obwohl auch das Einlagern von Winterfutter bekannt war. Dem heidnischen Brauch gemäß verzehrten unsere Vorfahren anläßlich von Opferungen und im Zuge des Bestattungszeremoniells auch Pferdefleisch, über den Verzehr von rohem Fleisch allerdings liegen keine Angaben vor. Einer weitverbreiteten irrtümlichen Vorstellung nach aßen die Ungarn Fleisch, das sie vorher unter dem Sattel &amp;quot;weichgesessen&amp;quot; hatten. Ursprung dessen dürfte jene bei den mittelasiatischen Reitervölkern noch heute bestehende Sitte sein, rohes Fleisch unter den Sattel zu legen, um den vom harten Holzgerüst aufgeriebenen Rücken der Pferde zu heilen - dies ist also eine wertvolle Angabe, sofern sie sich auf die uralte Tierheilkunst bezieht. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Pferde der landnehmenden Ungarn waren Abkömmlinge des Tarpan. Der einheitliche orientalische Typ bildete das Rückgrat des Pferdebestandes, es gab darunter aber auch den westlichen Typ niedrigerer Statur und hochgewachsene iranische Pferde. Nicht ihr Aussehen hielt man für wichtig, sondern ihre guten physischen Eigenschaften. Pferde wurden grundsätzlich im Freien gehalten. Ein Gestüt mit 20-25 Pferden bestand aus 5-6 Stuten, einigen Hengsten und den Fohlen. Das Gestüt graste winters wie sommers auf abgelegeneren Weiden, die Pferde für den täglichen Gebrauch in der Nähe der Unterkünfte. Aus der Stutenmilch stellte man Kumyß her. Mit dem Übergang zur gestütartigen bzw. Haltung in Ställen veränderte sich die Pferdehaltung grundlegend. Im Ausland wuchs die Nachfrage nach ungarischen Pferden und man begann, sie massenweise aufzukaufen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Auch die ungarischen Rinder waren ursprünglich ungezähmte Tiere, die Herden lebten draußen im Freien. Knochenfunde des 10.-11. Jahrhunderts legen die Vermutung nahe, daß die kurzhörnigen Rinder lediglich eine Risthöhe von etwa 1 m hatten. Auf einem im archäologischen Hinterlassenschaftsmaterial einzigartigen Silberbeschlag der Landnahmezeit wird ein solches Rind dargestellt. Funde von Hornviehknochen deuten darauf hin, daß diese Tiere nicht nur als Fleisch- und Milchspender, sondern auch als Zugtiere Verwendung fanden. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die dritte charakteristische Tierart des Nomadentums ist das Schaf. Zusammen mit den Vorfahren der Ungarn tauchte der Typ mit waagerecht stehenden, in breiten Bögen gedrehten Hörnern auf, dessen weiblichen Tieren mitunter keine Hörner wuchsen. Das Schaf war ein universelles Nutztier: seine Wolle diente als Ausgangsmaterial für den Filz, sein Fell zur Herstellung von Kleidung. In der Speisefolge des Hirten stand das Fleisch des Schafes an zweiter Stelle hinter dem Rindfleisch. Auf die landnahmezeitliche Ziegenhaltung deuten relativ wenige arhäologische Funde - von den Schafsknochen unterscheidet sie in erster Linie ihr Schädel, hauptsächlich aber die Form der Hörner. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Dem Schwein kam in der damaligen Ernährung noch wesentlich geringere Bedeutung zu. Das kalbsgroße, rötliche Tier hatten die landnehmenden Ungarn ebenfalls aus dem Osten mitgebracht, als ein Beweis für ihre schon im Etelköz (Zwischenstromland) ansässige Lebensweise. Diese Art stammt in gerader Linie vom Wildschwein ab, auch heute wirft es gestreifte Ferkel. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Nicht nur auf Darstellungen der Bilderchronik aus dem 14. Jahrhundert sind die windhundartigen Jagdhunde des Ungartums festgehalten, auch archäologische Funde der Landnahmezeit liefern Beweise für ihre Existenz. Einen der Hunde beispielsweise bestattete man mit einer blauen Perle um den Hals, als Schutz vor dem bösen Blick. Ebenso handelt es sich beim ungarischen Hirtenhund sehr wahrscheinlich um eine zeitgenössische Art. Ihn zeichneten Beherztheit und Stärke aus, was ihn zur Großwildjagd geeignet machte. Solche Hunde lassen sich von der Mongolei bis zum Karpatenbecken überall in der Steppenzone finden. Zur Falkenjagd wurden Spürhunde sowie die klugen, folgsamen Setter und Windhunde eingesetzt. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Das Huhn der Landnehmenden muß kleiner Statur gewesen sein, mit einem rötlichbraunen Federkleid ähnlich dem des Rebhuhns. Sein Gewicht dürfte ein dreiviertel Kilogramm erreicht haben, seine Eier waren etwa halb so groß wie die heutigen Hühnereier. Aus der Ackergans domestizierte man die Hausgans und mit den Eiern der Stockente die Hausente. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Überall entlang des Südrandes der Routen, die das Ungartum auf seiner Wanderung ins Karpatenbecken beschritt, war das Kamel heimisch. Es dürfte ihnen also unbedingt bekannt gewesen sein, obwohl die Knochen dieses Tieres bislang noch an keinem mit Gewißheit landnahmezeitlichen Fundort zum Vorschein kamen. Seine Darstellung in der Bilderchronik kann die Frage des Zeitpunktes der Übernahme selbstverständlich nicht entscheiden. Nur soviel ist sicher, daß König Béla III. den von Kaiser Friedrich Barbarossa angeführten Kreuzfahrern im Jahre 1189 drei Kamele schenkte. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pYl9ViepFczH31HGw-qSego5jls12GDaOlt7sJT7-K7Zo4deXDUfLtpabe61ml3bc"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;186&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pv8NCEq5rHfP7P4lbK2V_He_bdqCXxDInAqFAy7O5hRAwCCqBr2aasNVgz_Equu27"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;187&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pz-ux4q-op8XfOfGdOf65szJU42say0ccwx-MDy6LeZ7fvKYxxLDuNmx5BXX99GiE"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;188&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+WIRTSCHAFTSLEBEN+I.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!185.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!185.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 10:28:08 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!185/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!185.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-07T10:34:13Z</dcterms:modified></item><item><title>NATUR- UND WIRTSCHAFTSGEOGRAPHIE</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!183.entry</link><description>&lt;div&gt; &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Das Territorium des zur ersten Jahrtausendwende im Karpatenbecken entstandenen Staates Ungarn umfaßte folgende wichtigere Regionen: Transdanubien, die Große Ungarische Tiefebene, das Gebiet jenseits der Theiß, das Nördliche Mittelgebirge und Siebenbürgen. Die geographischen Verhältnisse hier waren seit Urzeiten im wesentlichen unverändert, eine Ausnahme stellten lediglich Veränderungen der Erdoberfläche dar; bei den antiken Siedlungen kann mit einer Auffüllung von 3-6 m, bei den mittelalterlichen aber von 1-2 m gerechnet werden. Die Große Tiefebene durchschnitten im Mittelalter weit mehr wasserreiche Gegenden als heute. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Den historischen Quellen zufolge überquerten die Ungarn um 837 den Dnjepr und besetzten schon vor 860 das Steppengebiet im Etelköz (Zwischenstromland). Von Einfluß auf die Landnahme war der besonders strenge Winter des Jahres 892/93, den sogar die ostfränkischen Jahrbücher verzeichnet haben. Nach der ungarischen Landnahme folgte eine Trockenperiode, die bis zur Jahrtausendwende anhielt. Der Weg, den das Ungartum nahm, um eine neue Heimat in Besitz zu nehmen, dürfte über die Pässe der Ost- und Südkarpaten geführt haben. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Die Urvegetation des Karpatenbeckens läßt sich mit Hilfe von Pollenanalysen, durch Untersuchung der zeitgenössischen Samen rekonstruieren. Intensive Bearbeitung und hochgradigere Waldrodung zeigten ihre Wirkung erst vom Spätmittelalter an. Betrachtet man die Vegetationszonen von der Großen Tiefebene in Richtung Karpaten, ähneln sie den Zonen, die nordöstlich der Ukraine anzutreffen sind; trockene Steppe, buschbestandenes Grasland, bewaldete Steppe, Laubwälder und Nadelwälder lösen einander ab - das erleichterte der beträchtlichen Zahl Einwohner die Umsiedlung in diese Gegend. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Typisch für die Vegetation der Überschwemmungsgebiete waren Weiden- und Birkenhaine, Ulme, Esche, Stieleiche, Hochwälder, Gras- und Schilfsümpfe, Torfmoore. Alkalische Gebiete fanden sie nur wenige vor. Diese ökologische Struktur blieb bis zum 18. Jahrhundert im wesentlichen unberührt. Die über einen reichen Wildbestand verfügenden Eichenwälder boten ausgezeichnete Gelegenheit zur Jagd und zum Sammeln von Eicheln. Später begann man, den Wald intensiver zu roden, um so mehr Weideland mit saftigen Wiesen zu gewinnen. Als nächste Vegetationsstufe folgt das bewaldete Gebiet, die Eichenwälder (im sandigen Boden des Donau-Theiß-Zwischenstromlandes sind sie noch heute heimisch). Zur Bearbeitung eignete sich der fruchtbare, schwarze Boden auf den sandigen Plateaus. Wo die Hügel eine Höhe von mehr als 250 m erreichen, beginnt der Lebensraum geschlossener Eichen- und Birkenwälder. Im Bergland findet man die Zone der geschlossenen Eichen- und Buchenwälder, noch höher die der Tannen- und Buchenwälder, die von den landnehmenden Ungarn nicht besiedelt wurde. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Der entstehende ungarische Staat lag am Schnittpunkt zweier großer Kulturkreise, im Einflußbreich sowohl der West- als auch der Ostkirche. Das westliche Muster konnte seinen Einfuß schließlich behaupten. Die Ostgrenze Ungarns wurde gleichzeitig zur Grenze des Christentums westlicher Prägung, von diesem Einfluß zeugen auch unser Staatsgefüge, die Kultur sowie die Schrift mit lateinischen Buchstaben. Seit seiner Gründung lebten in diesem Staat immer Völker unterschiedlichen Ethnikums. Ihre Ansiedlung und Förderung hatte sich der erste ungarische König, Stephan der Hilige, zur Aufgabe gemacht und dies auch seinen Nachfolgern als nacheifernswerten Grundsatz hinterlassen. &lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;br&gt;Das Schicksal des frühmittelalterlichen Königreiches Ungarn ist Teil der historischen Entwicklung Europas. Die Wirtschaft des Landes beruhte, dem zeitgenössischen Entwicklungsniveau entprechend, auf autarker Naturalwirtschaft. Zwar gab es bereits Warenproduktion und Geldverkehr, ebenso wie den daraus resultierenden Binnen- und Außenhandel, doch die Trennung zwischen landwirtschaftlicher und handwerklicher Tätigkeit hatte sich damals noch nicht vollzogen.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pImaoxgbN62qHHpa73KAsyVhH1m_WxcSRXk15_XMai5RMIkQuwXWAii9to9ea0uGm"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;184&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+NATUR-+UND+WIRTSCHAFTSGEOGRAPHIE&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!183.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!183.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 09:46:35 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!183/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!183.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-07T09:50:03Z</dcterms:modified></item><item><title>DIE VORSTELLUNGSWELT DER HEIDNISCHEN UNGARN</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!179.entry</link><description>&lt;div&gt;
&lt;p align=justify&gt;Über die Glaubenswelt der Ungarn kann man in erster Linie aus der landnahmezeitlichen Kunst sowie den ethnographischen Angaben erfahren, zur Rekonstruktion tragen aber auch bestimmte historische Quellen, mit Aberglauben verbundene Geschichten und nicht zuletzt archäologische Beobachtungen bei. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Die Religion der landnehmenden Ungarn beruhte - abgesehen davon, daß sie im Laufe ihrer Geschichte auch mit monotheistischen Religionen (der christlichen, jüdischen, islamischen) bekannt wurden - grundlegend auf dem Schamanismus, einer außergewöhnlich komplexen Vorstellungswelt. Zentrale Gestalt war der Schamane (laut ungarischer Bezeichnung: táltos), dessen Aufgabenkreis sehr mannigfaltig gewesen sein dürfte. Viele der aus abergläubischen Vorstellungen der Gegenwart bekannten Erscheinungen, die mit ihm im Zusammenhang stehen (wie z. B. daß er mit Zähnen geboren wird, die Reise ins Jenseits, um sich mit Geisterwesen zu treffen, das Erklettern des Lebensbaumes oder die miteinander ringenden Schamanen) findet man auch bei den sibirischen Völkern. Die Relikte dieses Glaubens sind sehr fragmentarisch und beziehen sich überwiegend auf den Totenkult. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Bekannt ist aus dem archäologischen Nachlaß der Brauch des Pferdeopfers und der Reiterbestattung. Dies wird auch von den Schriftquellen erhärtet, die über das Schimmelopfer, das Trinken von Stutenmilch oder den Blutsvertrag berichten. (Der Blutsvertrag war zwischen fremden Völkern das größte Opfer, das Symbol der Lebenskraft, um miteinander verwandt zu werden.) 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Die Vorstellungswelt gründete auf dem Glauben an ein Leben im Jenseits. Gräber wurden im Verhältnis zum Wohnplatz jenseits von Gewässern angelegt und im allgemeinen mit dem Fußende in Richtung der aufgehenden Sonne, also nach Osten, orientiert. Den Verstorbenen stattete man mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs und ranganzeigenden Beigaben aus. Die auf diesen befindlichen Ziermotive hatten besondere Bedeutung: Tierdarstellungen sind Zeugnisse des Totemismus, welcher einen Bezug zu den Urahnen in Tiergestalt nahelegt. Der Totemismus dürfte ein wichtiges Kriterium des ungarischen Urglaubens gewesen sein, auf dessen Existenz vor allem unsere Ursprungsmythen hindeuten: die Sagen vom Turulvogel und vom Wunderhirsch. Pflanzenornamentik und stilisierter Lebensbaum hingegen künden vom Universum. Gemeinsame Züge lassen sich zwischen der ungarischen Vorstellungswelt und dem finnisch-ugrischen Weltbild entdecken. Ihre Grundlage bilden der Schamanismus und das Weltbild mit den drei Regionen, die der Lebensbaum verbindet: 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Die obere Region ist die Welt der Götter, Planeten (Sonne, Mond), Sterne (im Mittelpunkt mit dem Morgenstern) und guten Seelen - das Himmelreich, das Reich der Herrlichkeit. Hauptgestalt ist der Demiurgos, der Weltschöpfer. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Die mittlere Region verkörpert die Welt der Menschen sowie der außerhalb des Kreises der Menschen lebenden übernatürlichen Wesen, Geister, Kobolde und Krankheitsdämone, den Lebensraum der den Aberglauben beherrschenden Wald- und Wassergeister. Dieser Region entwächst der Lebensbaum (Weltbaum). Seine Zweige tragen - als Weltachsen - das zeltartige, löchrige Firmament, daraus stammen die Sterne. Seine Laubkrone hat sieben (neun) Ebenen. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Das Wurzelwerk des Baumes reicht als Gegenpart der oberen Welt - spiegelbildartig - in die untere Region. Unterwelt, Hölle, Kälte und Dunkelheit, das Gebiet jenseits des Grabes sind immer der Lebensraum des Bösartigen, des Teufels und der bösen Geister. Ebenso wie die obere Welt gliedert auch sie sich in sieben (neun) Ebenen. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Einem neuzeitlichen Volksaberglauben zufolge, der auf den Urglauben reflektiert, vernimmt ein einfacher Mensch lediglich die Kunde vom Lebensbaum. Finden kann ihn nur derjenige, der mit einem überflüssigen Knochen geboren wurde und bis zu seinem siebten Lebensjahr nichts anderes als Milch zu sich genommen hat. Dieser Mensch aber ist der Zauberer, dem diese Aufgabe von Geburt an bestimmt war. Seine Einweihung kennzeichnen zwei bedeutsame Momente; einmal, daß er sich den Geistern vorstellt, d. h. das Erklettern des den Lebensbaum symbolisierenden Schamanenbaumes, zum anderen, daß er die Geister tränkt, also das Blut der geopferten Tiere trinkt. Mittels seiner Geisterkontakte berät er die Gemeinschaft, er deutet die Träume, er vermittelt zwischen Lebenden und Toten, er heilt, er kann durch Besprechen vom Zauber befreien oder verirrte Seelen suchen und zurückbringen. Schamane leiten die Opferung von Tieren, sie erfragen den Grund für den Zorn des zürnenden Ahnen und auf welche Weise er versöhnt werden kann, und bei den Fruchtbarkeitsrituellen spielen sie ebenfalls eine Rolle. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Aus dem Ahnenkult entwickelte sich auch der Glaube an das Gottkönigtum, wonach es sich bei den Göttern um die lange verstorbenen Ahnen des lebenden Fürsten handelt. Die Herausbildung dieses Kultes im Kreise des Ungartums dürfte zur Zeit des Fürsten Álmos begonnen haben, worauf vielleicht gerade die Erinnerung an seine Ermordung hindeutet. Damals entstand unter anderem die Sage vom Turulvogel (auch als &amp;quot;Sage der Emese&amp;quot; bekannt), die davon kündet, daß dem Geschlecht des Turul-Ahnen dereinst ruhmreiche Herrscher erwachsen werden. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Die Anfang des 9. Jahrhunderts im Etelköz (Zwischenstromland - am Unterlauf des Don) lebenden Ungarn kamen mit der alanisch-bulgarischen Kultur in Berührung, trieben Handel mit den Arabern, Persern und Byzantinern, fielen in die fränkischen Provinzen ein und machten sich die benachbarten slawischen Völker tributpflichtig. Dieses Gebiet war zu jener Zeit die Pufferzone der großen Weltreligionen: die Chasaren bekannten sich zur jüdischen Lehre, die Iraner hingen dem Islam und die Byzantiner dem christlichen Glauben an. Ungeachtet dessen waren die Ungarn am Ende des 9. Jahrhunderts - laut übereinstimmendem Zeugnis des byzantinischen Kaisers Leo des Weisen und der mohammedanischen Quellen - eindeutig noch Heiden. 
&lt;p align=justify&gt;
&lt;p align=justify&gt;Mit der Annahme des Christentums allerdings wurde die heidnische Vorstellungswelt mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Das alte Weltbild, der Glaube an die zusammenstehenden Helden löste sich auf und lebte in anderer Form - so im Aberglauben, in Sprüchen, Märchenmotiven oder rituellen Gesängen - weiter. Die mythologischen Vorstellungen des Volkes sind in seiner Folklore wiederzufinden. Ebenso wie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Struktur erfuhr im 10. Jahrhundert auch die Religion des das Karpatenbecken in Besitz nehmenden Ungartums eine tiefgreifende Veränderung. 
&lt;p align=justify&gt; 
&lt;p align=justify&gt;Quelle: &lt;a href="http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index5.html"&gt;http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index5.html&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+DIE+VORSTELLUNGSWELT+DER+HEIDNISCHEN+UNGARN&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!179.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!179.entry</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2006 09:39:59 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!179/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!179.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-07T09:39:59Z</dcterms:modified></item><item><title>Wer macht mit?</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!170.entry</link><description>Hallo, &lt;br&gt;
wer interessiert sich für die Geschichte der Magyaren während der Landnahmezeit?&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Wir suchen noch Jemanden, der uns beim Aufbau des Spaces und später
einer Webseite, beim übersetzen von ungarischen Webseiten behilflich
ist.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Also Du kannst ungarisch und deutsch schreiben und lesen?&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Dann melde Dich doch bitte bei mir. &amp;gt;&amp;gt;&amp;gt;Siehe Profil.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Vielen Dank&lt;br&gt;
Silvia Rother&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Wer+macht+mit%3f&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!170.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!170.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 13:25:05 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!170/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!170.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T13:25:05Z</dcterms:modified></item><item><title>Musik der Landnahmezeit</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!169.entry</link><description>Schriftliche Spuren von der frühen ungarischen Musik sind nicht
erhalten geblieben. Um die musikalischen Traditionen des landnehmenden
Ungartums kennenzulernen, zogen Forscher in erster Linie Vergleiche
zwischen der im 20. Jahrhundert gesammelten ungarischen Volksmusik und
den Musikdenkmälern der verwandten Völker. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Dem Verfasser der russischen Urchronik, Nestor, zufolge eroberten die
Lieder der Ungarn 885 sogar Kiew. Und Ekkehard erzählte in seiner um
1108 - also mehr als 150 Jahre nach dem ungarischen Feldzug des Jahres
926 - entstandenen Chronik von folgendem Vorfall: In dem verlassenen
Kloster von Sankt Gallen trafen die Ungarn einen einfältigen Mönch
namens Heribald an. Seine Einfalt erkennend, ließen sie ihn großmütig
am Leben und luden ihn sogar zum Gelage ein. Nachdem von der im Keller
vorgefundenen ansehnlichen Menge Weins nichts mehr übrig war, begannen
sie gutgelaunt &amp;quot;in schrecklichen Tönen ihre Götter anzurufen&amp;quot;. Ein
ihrer Sprache mächtiger Dolmetscher und Heribald huben daraufhin mit
heiserer Stimme an, die Antiphonie des Heiligen Kreuzes (Sanctifica nos
- Segne uns) zu singen, denn anderntags - am 3. Mai - war der Feiertag
des Heiligen Kreuzes. Die Ungarn lauschten verwundert dem für sie
ungewohnten Gesang der Gefangenen, setzten dann aber ihr Gelage solange
fort, bis die Hornsignale und Rufe der Späher sie auf das Nahen des
Feindes aufmerksam machten. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Liutprand, Bischof von Cremona, erwähnt in seiner Beschreibung der
Merseburger Schlacht des Jahres 933, daß sich die heidnischen Ungarn
mit dem Schlachtruf &amp;quot;hui, hui&amp;quot; den Deutschen entgegenwarfen, die
ihrerseits unter Absingen des Gebetes &amp;quot;Kyrie eleison&amp;quot; (Herr, erbarme
dich) angriffen. Anonymus berichtet in seiner Gesta ebenfalls über die
Vergnügungen der Vorfahren, und im Zusammenhang mit den Kämpfen um Kiew
ist bei ihm an früherer Stelle auch von den Schlachthörner die Rede. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ein wenig Licht auf die rituell gefärbte Musik des Ungartums werfen die
Beschreibungen der nach dem Tode König Stephans ausgebrochenen
Heidenauf-stände: 1046 versammelte János, der Sohn des Vata, viele
Schamane und Seherpriester um sich, die ihrem Herrn mit Ritualgesängen
huldigten; 1060 aber, als die Menge von dem hinter den Fehérvárer
Mauern eingeschlossenen König Béla I. die Wiedereinführung der
heidnischen Religion forderte, griffen ihre Führer das Christentum mit
schmähenden Carmen (magischen Gesängen) an. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Laut Meinung der Forscher kann von mehreren Stilepochen ausgegangen
werden, die zur Herausbildung der ungarischen Volksmusik beitrugen. Die
erste größere Epoche läßt sich noch in den Zeitraum des ugrischen
Zusammenlebens setzen, die zweite dürfte sich im Verlaufe des
jahrhundertelangen Zusammenlebens mit den verschiedenen Türkvölkern
entwickelt haben. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Eine archaische Form vertritt die älteste, vermutlich dem ugrischen
Zeitalter entstammende Schicht der ungarischen Volksmusik, die Gruppe
der Klagelieder; sie zeigt Verwandtschaft zu einer Gattung epischer
Gesänge der Ostjaken. Bei dieser Art von Gesängen waren die rituellen
und gedenkenden bzw. ins Gedächtnis rufenden, die lobpreisenden und den
verstorbenen Helden beklagenden Elemente noch miteinander verflochten,
die sich später dann verzweigten. Ihr Erinnerungsteil fand in den die
Heldentaten der Ahnen besingenden Gattungen Fortsetzung, die
lobpreisenden Töne in hymnischen Werken, ihre geisterbeschwörende Rolle
aber lebte in den Klagegesängen weiter. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Typisch für sie ist das solistische Rezitativ, das heißt eine zur
Hälfte gesprochene, zur Hälfte gesungene Vortragsweise. Bekannteste
Abkömmlinge des Klagestils sind Balladen wie die vom großen Bergdieb
und andere. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Während sich die Klagegesänge an den ugrischen Einfluß binden lassen,
kann das Auftauchen der quintwechselnden pentatonischen Weisen in der
ungarischen Musiktradition auf das viele Jahrhunderte währende
Zusammenleben mit den türkischsprachigen Völkern zurückgeführt werden.
In diesen Liedern spielten die nach heutigem Empfinden musikalische
Schönheit sowie der Ausdruck von Gefühlen bereits eine größere Rolle.
Bekanntestes Beispiel dafür ist das im Komitat Somogy überlieferte
Volkslied vom Pfauen, der sich niederließ. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Vielleicht auf die Zeit der Landnahme und Staatsgründung gehen auch die
an die Natur gebundenen Festtagszyklen zurück, deren musikalischer
Stoff im Kreise des Volkes bis heute erhalten blieb. Die Gesänge der
Spielleute sind Denkmäler des Festes der Wintersonnenwende; ihr Refrain
allerdings entspricht musikalisch den von Byzanz ausgegangenen
rituellen Refrainformeln. An den Gesängen, die an die Nacht der
Sommersonnenwende erinnern, sowie den anderen musikalischen Elementen
der mit dem Frühjahr verbundenen Volksbräuche erkennt man, wie die
Einflüsse seitens der europäischen Agrarkulturen, Byzanz und der
slawischen Völker in die ungarische Musik Eingang fanden. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Barden waren ursprünglich Spielleute, die ihre heidenzeitlichen
Heldenlieder an Fürstenhöfen vortrugen. Die heutigen Interpreten der
Volksmusik begleiten ihren Gesang mit lärmenden Instrumenten, unter
Verwendung von Flöte, Topfinstrument, Kettenstab und Pfeife. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In einem Teil der Kinderlieder blieben musikalische Elemente der
Naturmagie erhalten. Die Wiegen- und Schlaflieder passen sich dem
Rythmus des Wiegens an; sie haben einfache Melodien, mitunter fast gar
keine, und verwenden häufig Koseformen. Ebenfalls auf einen sehr weit
zurückliegenden Ursprung deuten die stark rhythmischen Ab- oder
Auszählreime und Sprüche hin. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Übernahme des Christentums führte in der ungarischen Musikkultur
eine entscheidende Wende herbei: zusammen mit der neuen Religion hielt
das um die Jahrtausendwende bereits zum Allgemeingut des europäischen
Christentums gehörende kulturelle Erbe und Melodienrepertoire auch im
Karpatenbecken Einzug. Ebenso wichtig war der Ausbau jenes Netzes von
Institutionen, das es ermöglichte, diese geistigen Güter zu erhalten,
zu pflegen und weiterzugeben. Die Schulen der Klöster, Pfarren und
Stifte wurden auch in Ungarn zu Verbreitern des Schrifttums, der
Wissenschaft und Musik, und damit bis zum Ende des Mittelalters zu den
fast alleinigen Trägern der Kultur des westlichen Christentums. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Schulbildung ruhte auf zwei Grundpfeilern: der Grammatik und der
Musik. In der mittelalterlichen Schule begleiteten die Kinder die
Kirchenmesse oft zwei bis drei Stunden lang mit ihrem Gesang. Sowohl
das gesangliche Material als auch der einheitliche liturgische Rahmen
verbanden Ungarn mit der europäischen Christengemeinschaft, langsam
aber begann sich das Antlitz des vom westlichen abweichenden
ungarischen Gregorianums abzuzeichnen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In bezug auf das gregorianische Repertoire übernahm man in Ungarn die
mitteleuropäische, sog. pentatonisierende Variante. Angaben belegen,
daß um 1028 ein Regensburger Mönch namens Arnoldus nach Esztergom
(Gran) kam, der gemeinsam mit Bischof Anastas aufgrund alter Schriften
eine neue Gesangsreihe zu Ehren des Regensburger hl. Emmeram
zusammenstellte. Am Gedenktag des Heiligen sang der Chor der Kathedrale
bereits die neuen Gesänge. Hauptsächlich das Aufblühen des Kultes der
lokalen Heiligen ermunterte die Musiker, ähnliche Werke zu schreiben. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In Ungarn erfuhr das Grundmaterial der gregorianischen Musik von Anfang
an eine Bereicherung durch Elemente örtlicher Bedeutung. Der erste
Zyklus eindeutig ungarischen Ursprungs - eine Antiphonien- und
Responsoriensammlung - entstand anläßlich der Heiligsprechung König
Stephans, vermutlich in Székesfehérvár. Sein bedeutendster Satz blieb
im Érdy-Codex vom Ende des Mittelalters erhalten: &amp;quot;Gegrüßet seist Du,
glücklicher König Stephan der Heilige&amp;quot;. Später wurden auch zu Ehren
anderer ungarischer Heiliger, z. B. Herzog Emmerichs und König
Ladislaus, Psalme in Gedichtform verfaßt. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Wahrscheinlich noch zur Herrschaftszeit Stephans und gerade im
Zusammenhang mit der Staats- und Kirchenorganisation kam es auch zur
Neuordnung der liturgischen Musik. Das betraf einerseits das
Repertoire, andererseits den Aufbau der Liturgie - hauptsächlich der
Psalmen, und schließlich die Melodievarianten, das heißt was, in
welcher Reihenfolge und nach welcher Melodie zu singen war. Gleichfalls
ein Charakteristikum des heimischen Gregorianums ist die Geburt der die
deutsche Neumaschrift und die französisch-italienische Orientation
verschmelzenden ungarischen Notenschrift, deren erste lesbare Beispiele
im Pray-Codex zu finden sind. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Am Fürstenhof dienten zur selben Zeit außerdem noch Pfeifer und
Trommler, die sich gruppenweise in den umliegenden Dörfern
niederließen. Zu ihnen gehörten auch die Spielleute. Neben der
lateinischen (westlich christlichen) Musikalität lebten - vor allen
Dingen - in den Volksbräuchen die Gesänge des heidnischen Zeitalters
weiter. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index4.html&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Musik+der+Landnahmezeit&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!169.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!169.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:43:41 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!169/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!169.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:43:41Z</dcterms:modified></item><item><title>Kunst der Landnahmezeit</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!168.entry</link><description>&lt;br&gt;
Einer der Wesenszüge der ungarischen Kunst läßt sich auf die
weitverzweigte Herkunft des Ungartums zurückführen. Man findet den
Einfluß des Zusammenlebens mit den finnisch-ugrischen Völkern in der
heute lebendigen Volkskunst und den Volksbräuchen ebenso wie in der die
Denkmäler der Vergangenheit als Fragmente bewahrenden Mythologie oder
in der Volkmusik. Doch aufgrund der zeitgenössischen Bestattungssitten
und überlieferten archäologischen Funde sind unter den Denkmälern des
Urungartums auch davon abweichende Züge zu beobachten: In ihrer Kultur
bzw. ihrer gesellschaftlichen und militärischen Organisation weist die
Bevölkerung, die in ihrer Sprache grundlegend Träger des
finnisch-ugrischen Erbes war, zur Zeit der Landnahme und Staatsgründung
im Karpatenbeckend zahlreiche Steppenmerkmale auf. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Palette der archäologischen Denkmäler des 10. Jahrhunderts ist
selbstverständlich nicht vollständig. Die meisten organischen Stoffe
verrotteten im Boden, so daß neben Keramik und Tierknochen fast
ausschließlich Metallgegenstände erhalten blieben. Häufigste
archäologische Funde sind die Tracht- und Gebrauchsgegenstände:
Gewandverzierungen, Waffen, Schmuckgegenstände, Denkmäler von Speise-
und Trankopfern (Gefäße, Tierknochen). &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Kennzeichnend für die Bestattungsbräuche des Großtierhaltung
betreibenden Ungartums ist, daß man zu Ehren des Verstorbenen eines
seiner Pferde opferte. Das Fleisch des Lieblingstieres wurde anläßlich
eines Totenschmauses verzehrt und anschließend dessen Fell, Schädel und
Gebeine neben dem Toten im Grab deponiert. Auch dies gestattet einen
Einblick in die Welt und Lebensweise der Nomaden, daß die reich
beschirrten Pferde, als Schlachtroß der Männer und Teil der Aussteuer
der Frauen, die vormalige gesellschaftliche Stellung, den Rang ihrer
Besitzer widerspiegelten. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ein Charakteristikum der ungarischen Kunst ist die Palmettenverzierung
der verschiedenen die Tasche abdeckenden Metallbleche. Die Tasche hing
auf der rechten Seite am Gürtel der Männer und enthielt meist Werkzeuge
zum Feueranzünden (Feuerschläger, Feuerstein, Zunder). Die metallene
Deckplatte wurde durch Auftreiben und Punzieren (Einschlagen)
bearbeitet, ihr Hintergrund häufig mit Vergoldung verziert. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Hauptmotiv der Taschenplatten - ebenso wie an der Kleidung, dem Säbel,
der Haubenspitze oder auch an den Gürtelbeschlägen - war die
Palmenblüte (Palmette). &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Wesentlich häufiger ist an den Trachtgegenständen der Frauen und
sonstigen Funden die Darstellung von Tiergestalten zu finden, die
hauptsächlich an den verschiedenen Zierscheiben, Armringen, ja sogar an
Pferdegeschirrbeschlägen erscheint. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Im Gegensatz dazu sind neben dem allgemeinen Pflanzenmotiv nur an
wenigen der an Männer gebundenen Funde Tiergestalten zu sehen
(Hauptriemenzunge, Knebelstange, Zierscheibe, Fürstensäbel). Eines
unserer bekanntesten Denkmäler ist die Szene mit Tiergestalten auf der
Taschenplatte von Bezdéd: ein hundeköpfiger, pfauenschwänziger Greif
(Pfauendrache) und ein geflügeltes, einhörniges Tier - Gestalten der
iranischen Mythologie - flankieren ein Kreuz byzantinischer Prägeart,
als Beweis des im damaligen religiösen Leben vorherrschenden
Synkretismus. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Am häufigsten tauchen an den erhalten gebliebenen Funden Turul (ein
adler- oder falkenähnlicher Raubvogel) und Hirsch auf. Auch sie dürften
- ähnlich wie die Palmette - iranischen Ursprungs sein. Die
Reliefierung der an den metallenen Taschenplatten erscheinenden Motive
ähnelt der der Lederarbeiten. Das Wahrnehmbarmachen des
Licht-Schatten-Effektes kann vermutlich auf Textilvorläufer
zurückgeführt werden. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Zur reichen Tracht der landnahmezeitlichen Ungarin gehörten die
silber-vergoldeten Zierscheiben, Beschläge mit Anhängern, rhombischen
Hemdkragenverzierungen und Kaftanbeschläge sowie Ohrgehänge. Diese
Bestandteile der Tracht entstanden nicht ausschließlich zu
Dekorationszwecken. Die darauf abgebildeten Tiere dürften der Trägerin
Schutz geboten haben, der Lebensbaum hingegen stellte den Lebensraum
der hilfreichen Geister dar. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die im Laufe der Streifzüge erbeuteten Gold- und Silbermünzen, Schätze
und Schmuckgegenstände wurden bald eingeschmolzen, und anschließend
fertigten die Gold- und Silberschmiede daraus, ihrer eigenen Symbolik
bzw. dem Geschmack der Auftraggeber entsprechend, die verschiedensten
Dinge. Zu dieser Vorliebe für Prunk war eine große Menge an
Edelmetallen erforderlich; die Rang und Würde anzeigenden
Gürtelbeschläge der Männer z. B. müssen durchschnittlich ca. 200 g
gewogen haben, aber auch für das Geschirr eines Fraupferdes dürften
etwa 1,5 kg Silber notwendig gewesen sein. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index4.html&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Kunst+der+Landnahmezeit&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!168.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!168.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:40:59 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!168/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!168.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:40:59Z</dcterms:modified></item><item><title>Die SPRACHGESCHICHTLICHE EINFÜHRUNG IV.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!167.entry</link><description>ALTUNGARISCHES ZEITALTER&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Das altungarische Zeitalter ist jene Periode der ungarischen
Sprachgeschichte, die mit der Landnahme im Karpatenbecken beginnt und
bis 1526 andauert. Prozesse des Sprachenwandels vollziehen sich
innerhalb eines langen Zeitraumes, und da die vorliegende Untersuchung
mit Beginn obigen Zeitalters abschließt, können hier lediglich die
Entwicklungsrichtungen dieser Veränderungen berührt werden. Doch da
selbst im Fall eines sich sehr flexibel wandelnden Wortschatzes der
Zeitpunkt der Veränderungen nicht auf einige Jahrzehnte einzuengen ist,
läßt es sich nicht vermeiden, in mehreren Fällen auch auf die
sprachhistorischen Erscheinungen des Zeitraumes nach der Staatsgründung
zu verweisen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nach der Landnahme im Karpatenbecken beginnt parallel zur Fortsetzung
der halbnomadischen und ackerbestellenden Lebensweise eine neue Kultur
Fuß zu fassen. Der Einfluß des östlichen und westlichen Christentums,
die Lebensweise der hier ansässigen Ackerbauern und Viehzüchter setzt
in der Geschichte des Ungartums vom 11. Jahrhundert an eine bedeutende
Etwicklung auf dem Gebiet der geistigen und materiellen Kultur in Gang.
In sprachlicher Hinsicht zeigt sie sich am schnellsten im ungarischen
Wortschatz. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Mit den Methoden der Wortbildung, hauptsächlich durch Zusammensetzung, enstanden sehr viele neue Wörter. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Von Einfluß auf den Wortschatz des seßhaften Ungartums waren in erster
Linie die slawische, deutsche und lateinische Sprache; später begegnet
man auch italienischen bzw. französischen Einflüssen. Den slawischen
Sprachen wurden vor allem Ausdrücke im Zusammenhang mit der Tierhaltung
und dem Ackerbau entlehnt: Getreide, Roggen, Stroh, Egge, Sense, Bohne,
Pfirsisch, Rübe, Schaf, Lamm, Hahn, Taube, Joch, Heu und Hirte.
Slawischen Ursprungs sind die an Handwerksberufe gebundenen Substantive
wie Böttcher, Schmied, Weber, Mühle, Damm, ebenso wie die an das Haus
anknüpfenden Wörter für Küche, Keller, Fenster, Schlüssel, Bank, Tisch
und Mittagessen. Auch der auf das Staats- bzw. Kirchenwesen bezogene
ungarische Wortschatz weist viele slawische Lehnwörter auf: Kreuz,
Christ, Mönch, Nonne, heilig, Wunder, Mittwoch, Donnerstag, Freitag,
Weihnachten, Kaiser, König, befehlen und Arbeit. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Aus dem Deutschen übernahm die ungarische Sprache in erster Linie
Begriffe des höfischen und militärischen Lebens: Herzog (Prinz), Graf,
Pelz, Panzer, Rost, Ger (Speer), Belagerung, Kastell (Schloß), Ofen und
Laute. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die lateinische Sprache trug in außerordenlicher Weise zur Entstehung
des ungarischen Schritftums bei, sowohl was den Stil als auch das
äußere Erscheinungsbild anbelangt. Ihr verdanken wir hauptsächlich die
im Zusammenhang mit dem religiösen Leben und dem Staatswesen stehenden
Wörter und Begriffe: Schule, Kloster, Papst, Engel, Satan, Pfarrer,
Apostel, Krone und Liste (Register). &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Aufgrund lauthistorischer Vergleiche läßt sich sagen, daß die Zahl der
Konsonanten im Ungarischen durch Weiterentwicklung finnisch-ugrischer
Laute und Lautverbindungen zum Ende der urungarischen Periode gewachsen
war. Die Laute der Lehnwörte paßten sich dem ungarischen Lautsystem an.
Die Konsonanten vom Anfang des altungarischen Zeitalters stehen den
heutigen schon näher. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Für die Geschichte der ungarischen Sprache ist die altungarische
Periode bereits eine Zeit mit Sprachdenkmälern. Selbst wenn man noch
nicht von einem ungarischsprachigen Schrifttum sprechen kann, hielten
unsere Vorfahren vermutlich schon damals kürzere oder längere Texte in
Kerbschrift fest. Sprachliche Denkmäler aus diesem Zeitraum sind
vereinzelte Texte in griechischer oder lateinischer Sprache und vom
Ende des 12. Jahrhunderts an dann ganze Schriften.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index2.html&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+SPRACHGESCHICHTLICHE+EINF%c3%9cHRUNG+IV.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!167.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!167.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:32:39 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!167/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!167.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:32:39Z</dcterms:modified></item><item><title>Die SPRACHGESCHICHTLICHE EINFÜHRUNG III.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!166.entry</link><description>URUNGARISCHES ZEITALTER&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nach dem vorungarischen folgt in der sprachgeschichtlichen
Periodisation das urungarische Zeitalter, welches von der Lösung aus
der ugrischen Sprachgemeinschaft, also von der Zeit um 1000 v. Chr.,
bis zur Landnahme im Karpatenbecken dauerte. Da es aus diesem Zeitraum
keine Sprachdenkmäler gibt, wird es das Zeitalter ohne Sprachdenkmäler
genannt. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Im Laufe seiner Wanderungen dürfte das Ungartum seinen aus der Periode
des finnisch-ugrischen Zusammenlebens geerbten Wortschatz sowie das
grammatische System erweitert haben. Zu dieser Entwicklung trugen die
sich von Zeit zu Zeit verändernde Umgebung und der Einfluß benachbarter
Völker bei. Besonders an der Bereicherung des sich am flexibelsten
ändernden Wortschatzes kann man die kulturellen Einflüsse verfolgen.
Zahlreiche Lehnwörter sind Beweis für die intensiven
Nachbarbeziehungen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Zahl unserer alttürkischen Lehnwörter beträgt rund 300. Doch nicht
ihre Menge, sondern in erster Linie ihr Charakter zeigt, welch
tiefgreifende Wirkung sie auf die ungarische Kultur ausgeübt haben
müssen. Im Vergleich zu den früheren Zeitaltern sind dies die Worte
einer grundlegend neuen Lebensweise. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Mit Begriffen aus den alttürkischen Sprachen wurde unter anderem der
Wortschatz in bezug auf die Tierhaltung bereichert: Stier, Ochse, Lamm,
Ziege, Widder, Käse, Quark, Wolle, Fessel, Zügel, Pferch, Stall,
Schwein, Huhn, Kamel. Auch im Zusammenhang mit dem Ackerbau erbte die
ungarische Sprache einige Begriffe: Gerste, Weizen, Sichel, Pflug,
Stoppelfeld, mahlen, Obst, Apfel, Birne, Nuß, Hopfen, Weintraube, Wein,
Erbse. Handwerke bezeichnen Zimmermann, Kürschner, Krämer; auf die
Bekleidung beziehen sich Wörter wie Überrock, Samt, Schnalle, Perle,
Fingerring, schicklich, Spiegel. Zum Bereich des gesellschaftlichen und
religiösen Lebens gehören die Begriffe: Gesetz, Dolmetscher, Zeuge,
Frieden, Miete, Kredit, Trauer, Hexe, Drachen, (be)hexen und
(ver)zaubern. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Alttürkischer Herkunft sind in der ungarischen Sprache beispielsweise
Arm, Knie, Fußknöchel, Bart, Sommersprosse sowie einige auf
Eigenschaften verweisende Worte: klein, winzig, schwach, alt, blau,
gelb, mutig und feige. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
An die Flora und Fauna der natürlichen Umgebung erinnern Löwe, Dachs,
Bussard, Geier, Turul, Falke; Herlitze, Schlehe, Hagebuche, Esche,
Unkraut, Rohrmatte, Nessel, Hanf. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nicht Nachbarschafts-, sondern Handelsbeziehungen verbanden die
Vorfahren der Ungarn mit den Persern, wie die Lehnworte Zoll und Markt
(Messe) belegen, sowie mit den iranischen Alanen, wofür die Wörter
Brücke und Glas, aber auch Harnisch, Schwert, Dame (Fürstin), reich,
Kuh, Milch, Butter (Fett), Filz und zehn Beweise sind. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Wie die Lehnwörter bezeugen, hatte das Ungartum bereits vor der
Landnahme Kontakt zu slawischen Völkern und Sprachen. Damals übernahm
es die Bezeichnungen für Donau, Grieche, Pole, Gehöft, Reuse und
Woiwode. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Auch auf dem Wege der Ableitung und Zusammensetzung erfuhr der
ungarische Wortschatz Bereicherung. Neue Silben und Silbegruppen
bildeten sich heraus. In dieser Zeit enstanden durch Ableitungen
beispielsweise die Worte Gott, Fürst, Quelle und Macht. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Das ungarische Lautsystem durchläuft eine große Veränderung; es wird
reicher und steht dem heutigen System mit Konsonanten bereits näher.
Das gemischte Lautsystem entwickelt sich. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In der Grammatik lassen sich die ersten Grundlagen der heutigen
grammatischen Ordnung beobachten, ihre auf dem finnisch-ugrischen Erbe
basierenden, bestimmenden Merkmale bilden sich heraus. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index2.html&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+SPRACHGESCHICHTLICHE+EINF%c3%9cHRUNG+III.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!166.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!166.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:31:22 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!166/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!166.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:31:22Z</dcterms:modified></item><item><title>Die SPRACHGESCHICHTLICHE EINFÜHRUNG II.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!165.entry</link><description>VORUNGARISCHES ZEITALTER&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Sprache ist stets ein Spiegel der Kultur, Bildung und Denkweise
eines Volkes. Den zum Alltagsleben gehörenden Worten des
Grundwortschatzes kommt in der ungarischen Sprache eine bestimmende
Rolle zu. Die Zahl der Wörter finnisch-ugrischer Herkunft liegt bei
700. Diese uralten Begriffe werfen Licht auf die Lebensweise der
einstigen Gemeinschaft. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Auf die damalige Bedeutung der Jagd und des Fischfangs verweisen
beispielsweise die Wörter für Jäger, Sehne, Bogen, Pfeil, Köcher,
Messer, Wildnis, Lauer, Hase, Fuchs, Marder, Birkwild, Gans; Fisch,
Schiff, Netz, Weißfisch, See, Wasser... &lt;br&gt;
Unter den mit der Arbeit der Frauen verbundenen Begriffen gehören dazu:
Wurzel, Zwiebel, Schale, Knospe, Blatt, Gras, Erdbeere, Hirse, Stein,
Brot, Feuer, Topf, kochen, Spieß, backen... Ebenso dem vorungarischen
Zeitalter entstammen Pferd, Zaum, Sattel und Hund. Die Worte für Haus,
Schwelle, legen (setzen, stellen) und Zweig dürften auf eine Art
einfaches Zelt oder Grubenhaus bezogen sein. Und im Zusammenhang mit
der Bekleidung blicken auch die Namen für Leder, nähen, Ärmel, Busen,
Gürtel und Band auf eine so lange Vorgeschichte zurück. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Wörter der verschiedenen Gewerke sind: Ahle, schnitzen, bohren, Bohrer,
Axt, wetzen, Rute, flechten... Von außerordentlicher Bedeutung muß die
Bezeichnung des Verwandtschaftsgrades gewesen sein: Vater, Mutter,
Schwiegertochter, Sohn, Tochter, Ehemann, Frau... Auf den Bildungsstand
der Vorfahren verweisen die Zahlen, die von eins bis sechs
finnisch-ugrischen Ursprungs sind, doch auch die Worte des
Dezimalsystems dürften sie gekannt haben, ebenso wie die Zahl 100.
Beispiele für die grundsprachliche Kenntnis der Serienzahlen sind die
Worte erste und zweite. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Das Verb &amp;quot;lesen&amp;quot; hatte die Bedeutung &amp;quot;zählen&amp;quot;. Die Begriffe für rechts
und links deuten auf die räumliche, die Namen für Jahr, Schnee sowie
Herbst, Winter und Frühling hingegen auf die zeitliche Orientierung. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Den Naturerscheinungen gab man ebenfalls Namen: Firmament, Himmel,
Stern, Nacht, Morgen, Eis, Hitze, Frost, Berg, Weg, glühen, dunkel,
Hügel. Zur Grundsprache gehören ferner die Bezeichnungen der
Körperteile, wie beispielsweise: Kopf, Haar, Stirn, Auge, Ohr, Mund,
Zunge, Zahn, Kinn, Schulter, Finger, Brust, Galle, Leber, Hand,
Ellbogen, Haut, Ader, Blut... &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Auch zur Benennung der Grundtätigkeiten blieben in der ungarischen
Sprache Wörter aus dieser Zeit erhalten: stehen, kommen, gehen,
schlafen, schwimmen, essen, trinken, leben, sterben, sein, wünschen,
stoßen, geben (reichen), säumen (einfassen), (ab)schneiden, werfen,
spielen, lachen. Und unter den Pronomen sind &amp;quot;ich, du, er (sie, es),
wir, ihr&amp;quot; oder &amp;quot;wer? und was?&amp;quot; sowie &amp;quot;der (die, das) und dieser
(diese)&amp;quot; finnisch-ugrischer Herkunft. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Schließen wir die Aufzählung mit der Eigenbenennung, dem Wort Magyar
(Ungar). Der Name des ungarischen Volkes ist eine im Dunkeln liegende
Wortverbindung. Die erste, dem Finnisch-Ugrischen oder Ugrischen
entstammende Silbe bedeutet vermutlich &amp;quot;Mensch&amp;quot;. Der Ursprung der
zweiten Silbe ist umstritten. Sollte sie einer der türkischen Sprachen
entnommen sein, wäre ihre Bedeutung &amp;quot;Mann&amp;quot;, wurde sie aber aus der
finnisch-ugrischen Sprache überliefert, dann wäre sie mit der zweiten
Silbe des Wortes &amp;quot;Mann&amp;quot; identisch. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Grammatik dürfte zu damaliger Zeit noch sehr einfach gewesen sein.
Aus dem Finnisch-Ugrischen stammen die Possesivpronomen, die sich aus
den Personalpronomen entwickelt haben. Ein Teil der Konjugation ist
ebenfalls grundsprachlich. Auch die Entwicklung der Verbalweisen
beginnt. Dekliniert wurden die Wörter wahrscheinlich noch nicht, und
häufig benutzte man sie wohl in undeklinierter Form. Die
Lokalbestimmung erfolgte vermutlich durch Umschreibung, mit Hilfe von
Adverbien. Noch unsicherer ist die Rolle der Suffixe; sie dürfte
mannigfaltiger, ihre Anwendung zufälliger gewesen sein. Das Attribut
stand ohne Abstimmung vor dem gekennzeichneten Wort. Nach dem Zahlwort
folgte das Singular, Subjekt und Prädikat stimmten in der Zahl noch
nicht überein. Für die Deklination dürfte es Einzahlformen gegeben
haben. Als Prädikat konnte auch ein Substantiv, Verb oder Partizip
vorkommen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ebenso einfach dürfte das Lautsystem gewesen sein, auf dessen Elemente
wir mangels Angaben nur schlußfolgern können. Sicher scheint, daß die
Vokale in einander abwechselnder Reihenfolge gestanden haben müssen.
Die Vokalharmonie war der Grundsprache geläufig, in einem Wort gab es
entweder nur tiefe oder nur hohe Vokale. Die Betonung lag
wahrscheinlich auf der ersten Silbe. Am Ende von Worten, aber auch
Silben und Endungen stand immer ein Vokal. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index2.html&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+SPRACHGESCHICHTLICHE+EINF%c3%9cHRUNG+II.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!165.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!165.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:29:34 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!165/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!165.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:29:34Z</dcterms:modified></item><item><title>Die SPRACHGESCHICHTLICHE EINFÜHRUNG I.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!164.entry</link><description>Die eigenständige Geschichte der ungarischen Sprache begann vor rund
dreitausend Jahren, als das ungarische Volk, sich aus der bisherigen
Sprachgemeinschaft (vorungarisches Zeitalter) lösend, sein Leben unter
neuen historischen Bedingungen fortsetzte. Die ungarische
Sprachgeschichte besteht aus verschiedenen Perioden (urungarische: um
1000 v. Chr. - 896 n. Chr., altungarische: 896 - 1526,
mittelungarische: 1526 - 1772, neuungarische: 1772 - heute). Diese
Zeitalter sind, als Zeichen für die Zusammenhänge zwischen
gesellschaftlichen und sprachlichen Veränderungen, mit historischen
Ereignissen bzw. Wendepunkten verknüpft. (Der hier geschilderte
Themenkreis umspannt einen sprachgeschichtlich abgegrenzten, sich vom
vor- bis zum altungarischen Zeitalter erstreckenden mehrtausendjährigen
Zeitraum.) &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Seit zweihundert Jahren durchgeführte sprachgeschichtliche Forschungen
haben mit den Methoden der vergleichenden Sprachwissenschaft
nachgewiesen, daß die ungarische Sprache ein Mitglied der
finnisch-ugrischen Sprachfamilie ist, die noch ältere Verwandtschaft zu
den samojedischen Sprachen zeigt. Die finnisch-ugrischen und
samojedischen Sprachen gehören zur uralischen Grundsprache. Etwa um
4000 v. Chr. zerfiel diese Sprachgemeinschaft in die beiden
vorgenannten Zweige. Die entferntesten Verwandten der Ungarn leben in
der Gegend des Jenisej; noch heute lebendige samojedische Grundsprachen
sind die Sprachen der Nenzen, Nganassanen, Enzen und Sölkupen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Einheit der finnisch-ugrischen Sprachen löste sich um 2000 v. Chr.
auf, als die beiden großen Gruppen in jeweils andere Richtungen
wanderten. Der finnisch-permische Zweig brach nach Westen auf, die die
ugrische Grundsprache sprechende Gemeinschaft blieb auf der Ostseite
des Ural. Um die Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. trennte sich die
finnisch-permische Grundsprache in den Zweig der permischen
Grundsprache - zu ihr gehören die Sprachen der Sürjenen (Komi) und
Votjaken (Udmurten) -, sowie den Zweig der finnisch-wolgaischen
Grundsprache, deren noch heute lebendige Sprachen das Finnische,
Estnische, Lappische, Mordwinische usw. sind. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Zur Teilung der ugrischen Grundsprache kam es nach 1000 n. Chr. Als
nächste Sprachverwandte der Ungarn sind die in Westsibirien
verbliebenen Vogulen (Mansen) und Ostjaken (Chanten) anzusehen, die
jetzt entlang des Ob leben. Die Ungarn aber begaben sich auf einen
langen, heute nur noch schwer verfolgbaren Weg in Richtung Westen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Das Siedlungsgebiet der eine gemeinsame Sprache sprechenden uralischen
Sprachfamilie läßt sich mit Hilfe der linguistischen Paläonthologie
bestimmen. Dieser Annäherungsweise zufolge lag die Urheimat des
Uralischen im Gebiet zwischen Mittel- und Südural sowie dem Unterlauf
des Ob, während sich die Urheimat des Finnisch-Ugrischen westlich
davon, zwischen Uralgebirge und dem Fluß Kama befunden haben dürfte,
allerdings weiß man das heute noch nicht mit Sicherheit. Das lockere
Zusammenleben der uralischen Gemeinschaft löste sich um 4000 v. Chr.
auf. Von da an kann vom Zeitalter des finnisch-ugrischen Zusammenlebens
gesprochen werden. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Den vor der selbständigen ungarischen Sprachgeschichte liegenden
Zeitraum nennt man vorungarisches Zeitalter. Die mit der
finnisch-ugrischen Sprachfamilie verbindende Sprachverwandtschaft ist
jedoch nicht gleichbedeutend mit enthnischer Verwandtschaft bzw.
identischer Abstammung. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index2.html&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+SPRACHGESCHICHTLICHE+EINF%c3%9cHRUNG+I.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!164.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!164.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:27:45 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!164/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!164.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:27:45Z</dcterms:modified></item><item><title>Die LANDNAHMEZEIT II.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!160.entry</link><description>Niederlassung, Streifzüge&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In der ersten Phase der Landnahme drangen die Ungarn bis zur Linie der
Flüsse Donau-Gran vor, die für sie eine natürliche Grenze darstellte.
Westlich davon geboten starke Nachbarn, die Ostfranken und Mähren,
einer weiteren Expansion Einhalt. Fünf Jahre später (900) nahmen sie
auch Transdanubien in Besitz. Mehrere Ereignisse erleichterten ihnen
die Eroberung Pannoniens. Die Mähren schwächte nach dem Tode Svatopluks
(894) der Thronfolgestreit seiner beiden Söhne. Gleichzeitig ging der
ostfränkische König Arnulf mit den Ungarn ein Bündnis gegen den
lombardischen Herrscher Berengar ein, den sie gemeinsam besiegten. Nach
dem Tod Arnulfs nach Pannonien zurückgekehrt, sahen die Ungarn die Zeit
gekommen, ihr Gebiet zu erweitern. Die landnehmenden Ungarn besetzten
in erster Linie die Ebenen und dehnten ihre Siedlungen dann
schrittweise bis an die Berge aus. Ihre Wahl bestimmten vorrangig
strategische Gesichtspunkte. Sie waren bestrebt, sich an Gewässern, in
Flußtälern oder in von Sümpfen geschütztem Gelände niederzulassen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Späten Chroniken zufolge befanden sich die Wohnplätze der Fürsten am
mittleren Abschnitt der Donau - das Zentrum Árpáds war die Insel
Csepel, die Unterkunft von Kurszán hingegen Óbuda. Die bedeutendsten
zeitgenössischen archäologischen Funde bezeugen jedoch, daß als
fürstliches Siedlungsgebiet in der Zeit nach der Landnahme in erster
Linie die Obere Theißgegend in Frage kommt. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Der Sicherung des Territoriums dienten die planmäßige Ansiedlung, die
Verteidigung der Grenzen sowie der Grenzverhau. Im Zeitraum nach der
Landnahme boten die Schutzzone und der Grenzverhau vor allem vor den
aus Osten und Süden erfolgenden Angriffen Schutz. Nach Westen nämlich
richteten die Ungarn ihre eigenen Angriffe oder Feldzüge - nicht selten
als Verbündete eines der westlichen Herrscher. Diese Feldzüge
bestimmten im wesentlichen die ungarische Außenpolitik des 10.
Jahrhunderts. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Von den Forschern wurden diese Streifzüge - den verschiedenen
Zeitaltern der Geschichtsschreibung entsprechend - auf unterschiedliche
Weise beurteilt. Nach heutiger Aufassung handelte es sich bei diesen
Streifzügen in erster Linie um Beutezüge. In Form von Kampf, Raub,
Beute und Tributen beschaffte man sich aus den fremden Ländern jene
Luxusartikel, wertvollen Gegenstände und teueren Waren (darunter
Gefangene), die die eigene Gesellschaft nur zum Teil oder gar nicht in
der Lage war hervorzubringen. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Auf Streifzüge gingen nur diejenigen unter den ungarischen Stämmen, die
nahe zur Süd- und Westgrenze wohnten. Die Heere westeuropäischer
Staaten bestanden damals in erster Linie aus schwerbewaffneter
Reiterei. Im Gegensatz dazu waren die Ungarn schnell und beweglich, und
dies war lange Zeit einer der Gründe für ihren Erfolg. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nach erprobter Taktik strebten sie danach, die schwere Reiterei von
allen Seiten einzukreisen und mit Pfeilen unter Beschuß zu nehmen. Dann
täuschten sie Flucht vor, wendeten plötzlich um und lockten so den
Gegner in die Falle. Im Laufe ihrer Streifzüge brandschatzten sie viele
reiche, kulturell hochentwickelte europäische Regionen und standen fast
ein Dreivierteljahrhundert lang mit Europa im Krieg. Es waren mehrere
Faktoren, die den ungarischen Erfolg begünstigten; der oben erwähnte
überraschungsartige Kampfstil zu Pferde, die die Länder von innen
schwächende feudale Anarchie sowie die Europa entzweienden ständigen
Kriege. Doch die tatsächlichen Kräfteverhältnisse mußten die
Kriegführung der Ungarn früher oder später zum Scheitern verurteilen.
Es war nur eine Frage der Zeit, wann sich die Länder Europas verbünden
und gemeinsam gegen sie auftreten würden. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Eine widersprüchliche Wirkung übten die Streifzüge auch auf die
Entwicklung der gesellschaftlichen Verhältnisse aus, sie trugen zur
weiteren Differenzierung des Ungartums bei. Die Führungsschicht der
Gesellschaft wurde immer vermögender: Anfangs erbeuteten sie im Laufe
der Streifzüge noch Silber, wertvolle Stoffe oder Tiere, später
verpflichteten sie die besiegten Herrscher zur Tributzahlung - all das
festigte ihre Macht. Um Tribut einzutreiben, brachen sie 933 auch nach
Deutschland gegen Heinrich I. auf. Der aber war auf den Angriff der
Ungarn vorbereitet und fügte ihnen bei Merseburg eine schwere
Niederlage zu. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Merseburger Schlacht bedeutete noch nicht das Ende der Streifzüge,
doch sie erschütterte den Glauben an die Unbesiegbarkeit der Ungarn.
Die Katastrophe traf sie dann im Jahre 955 bei Augsburg. Nach einem
drei Tage andauernden blutigen Ringen ließ der bayerische Herzog
Heinrich drei der gefangen genommenen ungarischen Führer (Bulcsú, Lél,
Súr) erhängen. Die psychologische Wirkung dessen war unermeßlich. Denn
nach ungarischem Glauben wurden die hingerichteten Ungarn im Jenseits
zu Dienern der Deutschen, ihre Seelen zu deren Helfern. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Diese Niederlage hatte bedeutende Veränderungen in der ungarischen
Außenpolitik zur Folge. Großfürst Fajsz wurde von den Häuptern der
Stämme &amp;quot;abgelöst&amp;quot; und an seiner Stelle Taksony an die Spitze des
Stammesverbandes gewählt. Taksony änderte Inhalt und Ziel der
ungarischen Außenpolitik gundlegend. Er machte den Feldzügen in
Richtung Westen ein Ende, er setzte anstelle des Angriffs auf die
Verteidigung. Er ließ den westliche Grenzverhau besser befestigen und
rief petschenegische Krieger ins Land. Doch das ungarisch-deutsche
Verhältnis blieb weiterhin gespannt. Taksony war, selbst unter Hinnahme
territorialer Verluste (z B. mit der Aufgabe Nordmährens), um Erhaltung
des Friedens und Umgehung eines Krieges bemüht. Anders entwickelte sich
die Situation in südlicher Richtung. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In den nachfolgenden 15 Jahren richteten die Ungarn ihre Angriffe nach
Süden, gegen Italien, Bulgarien und Byzanz. Der byzantinische Kaiser
stellte, nachdem er von der Niederlage bei Augsburg erfahren, die
Tributzahlung ein, weshalb die Ungarn 959 unter Führung des Apor gen
Byzanz zogen. An diesen Feldzug erinnert wahrscheinlich das im Laufe
der Überlieferung reichlich ausgeschmückte Epos über den Helden Botond,
der, erbost darüber, daß der Kaiser nicht bereit war, mit ihnen zu
verhandeln, mit seinem Streitkolben das Tor von Byzanz einschlug - in
der zeitgenössischen Diplomatie eindeutig das Zeichen der
Kriegserklärung. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Zum letzten nach Süden, gegen Byzanz gerichteten ungarischen Feldzug
kam es 970 im Bündnis mit den Russen, Bulgaren und Petschenegen. Die
verbündeten Heere &amp;quot;überquerten das Balkangebirge, und nachdem sie in
der Nähe der Mauern von Arkadiupolis ihr Lager aufgeschlagen hatten und
dort der kriegerischen Auseinandersetzung harrten, plünderten und
brandschatzten sie ganz Thrakia...&amp;quot;. Das byzantinische Heer rieb
zunächst die Streitmacht der Peschenegen auf, konnte aber die lange
unentschieden tobende Schlacht schließlich zu seinen Gunsten
entscheiden. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Mit der Niederlage bei Arkadiupolis ging die Zeit der ungarischen
Streifzüge zu Ende. Großfürst Géza erkannte, daß man die militärischen
Aktionen einstellen müsse, da die wesentlich stärkeren Großmächte das
Ungartum ansonsten zerbrechen würden. Auch für die Probleme im Inneren
mußte eine Lösung innerhalb des Landes gefunden werden. Früher
gelangten die Vornehmen auf Kosten anderer Staaten zu Reichtum, von nun
an versuchten sie das in ihren eigenen Gebieten. Dazu jedoch war
bereits eine andere Struktur erforderlich: die innen- und
außenpolitische Lage machte die Gründung eines ungarischen Staates
immer dringender. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index1.html&lt;br&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+LANDNAHMEZEIT+II.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!160.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!160.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:08:27 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!160/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!160.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:08:27Z</dcterms:modified></item><item><title>Die LANDNAHMEZEIT I.</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!159.entry</link><description>Aufbau der Gesellschaft&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Mit der Landnahme im Karpatenbecken wurde das Ungartum zum Nachbarn von
Völkern, die innerhalb staatlicher Rahmen lebten, seine Beziehungen zur
Welt der Steppe hingegen, deren Bestandteil auch das Ungartum vor der
Landnahme war, begannen sich zu lockern. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ihre heutige Heimat nahmen die Ungarn sowie die ihnen angeschlossenen
militärischen Hilfsvölker zwischen 895 und 900 in Besitz. Damals
bildeten sie zwar noch eine Stammesunion, doch bereits unter
einheitlicher Führung. Der Ausdruck &amp;quot;Siebenungarn&amp;quot; in unseren Quellen
bezeichnete das aus dem Verband der sieben Stämme bestehende Ungartum.
In Wirklichkeit allerdings dürften es zusammen mit den drei Stämmen der
Kavaren mindestens zehn gewesen sein. Dieser Stammesbund hatte - nach
dem Vorbild des chasarischen Khaganats - zwei Fürsten. Großfürst war
der Kende oder Kündü, neben ihm trug der andere Fürst, der Gyula, Sorge
für die wichtigsten Regierungsgeschäfte und die Lenkung der Truppen.
Dieses politische Gefüge nennt man Doppelfürstentum. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Im 10. Jahrhundert wird von den Quellen noch ein dritter Würdenträger
erwähnt: Der Karcha (Horka) bekleidete das Amt eines Richters, das
vererblich im Besitz eines der Stammesoberhäupter blieb. Die Häupter
der Stämme unterstanden der Herrschaft des Fürsten. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Gesellschaft der landnahmezeitlichen Bevölkerung gliederte sich in folgende Hauptgruppen: &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
- Vornehme: die über ein großes Vermögen verfügenden, führenden Familien, &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
- Mittelschicht: die im Dienste der Vornehmen stehende, mehr oder weniger vermögende Schicht, &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
- Gemeinvolk: im Kreis ihrer eigenen Gemeinschaft lebende, teilweise über Gemeinschaftseigentum verfügende Freie, &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
- Knechte: im Besitz der Vornehmen befindliche, im Haushalt ihrer Herren lebende Unfreie. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Diese Gesellschaftsschichten verband ein kompliziertes System von Rechten und Pflichten. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Der Name der Vornehmen war zu dieser Zeit &amp;quot;bő&amp;quot;, ein Ausdruck für ihre
politische Macht und ihr wirtschaftliches Vermögen. Eine gravierende
Rolle in den Beziehungen der Stammes- und Sippenhäupter spielte die
Heirat, mit der sie sich des gegenseitigen Friedens bzw. ihres
Bündnisses versicherten. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Für den Schutz der Vornehmen, der Stammes- und Sippenhäupter sorgte das
die Mittelschicht bildende bewaffnete Gefolge. Seine Mitglieder traten
freiwillig in den Dienst und leisteten ihrem Herren einen Eid - im
Gegenzug sorgte dieser für ihren Schutz, Unterhalt und ihre
Unterbringung. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Das Gemeinvolk trug die Last des Unterhaltes der Vornehmen, denen es
Naturalienabgaben und Arbeitsdienste schuldete. Damals dürfte sich die
Gemeinschaft noch weitgehend auf blutsverwandtschaftlicher Basis
organisiert haben, was Vermögensgemeinschaft bedeutete und ihre Arbeit,
also ihre wirtschaftliche Tätigkeit bestimmte. Häufig nahmen sie auch
Fremde in ihre Reihen auf. Führer eines Dorfes war der Dorfschulze
(villicus), der zusammen mit den Alten (Senioren) die Geschicke der
Gemeinschaft lenkte. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Eine wichtige Gruppe der Gesellschaft bildeten die verschiedene
Arbeitsdienste leistenden Gemeinen, die sich in der Umgebung der
Herrensitze niederließen und je nach ihrer Beschäftigung die
Gemeinschaft eines Dorfes darstellten. Sie steuerten mit ihren
Produkten und waren ihren Herren zu bestimmten Diensten verpflichtet
(z.B. Huf- oder Waffenschmiede, Töpfer, Gerber, Drechsler, Sattler,
Gold- und Silberschmiede). &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Freie waren im 11. Jahrhundert formell zwar noch gleichberechtigt, doch
in ökonomischer Hinsicht gab es zwischen ihnen bereits große
Unterschiede. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die verarmten Schichten gerieten immer mehr in ein
Abhängigkeitsverhältnis zu den Führern, viele verloren ihre
Gleichberechtigung und Freiheit und sanken in die Gruppe der Knechte
(servus) ab. Zu dieser Gruppe dürfte auch das Gros der im eroberten
Karpatenbecken ansässigen Ethnika - die awarische und slawische
Einwohnerschaft - bzw. die von den Streifzügen mitgebrachten Gefangenen
gehört haben. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nach und nach kam die führende Rolle der auf persönlichen Bindungen
beruhenden Zentralmacht immer mehr zur Geltung, und Ende des 10.
Jahrhunderts hatten sich die Bedingungen zur Gründung eines westlich
geprägten, d. h. auf ständigen Institutionen basierenden und das
Territorium des gesamten Landes umfassenden Staates herausgebildet. &lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: http://mek.oszk.hu/01900/01994/html/index1.html&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1pRT70iG2kA6E-QQ6jo9fzeX-SZ_WMALAH4lff7Xwm9SRrw_puIvtmazC7vnuehu2T"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;161&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Die+LANDNAHMEZEIT+I.&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!159.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!159.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 12:06:52 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!159/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!159.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T12:14:46Z</dcterms:modified></item><item><title>Geschichte</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!114.entry</link><description>Die Vorfahren der Magyaren, uralische Völker, siedelten noch im 6. bis
zum 4. Jahrtausend v. Chr. in der Umgebung des namensgebenden
Uralgebirges, wohl hauptsächlich an dessen Ostseite. Archäologische
Funde in dieser Gegend lassen vermuten, dass den uralischen Völkern im
4. Jahrtausend noch größtenteils die Ostabhänge des mittleren und
südlichen Abschnitts dieses Gebirgsmassivs als Lebensraum dienten.
Einzelne Gruppen brachen zwischen 4000 und 3000 v. Chr. in östliche und
westliche Richtung auf. Andere blieben höchstwahrscheinlich in den
Gebieten östlich des Ural – aus diesem Grund gehören die dort
verbliebenen Chanten und Mansen zu den nächsten sprachlichen Verwandten
der Ungarn.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Später zogen sie in die Steppen der südlichen Ukraine (magyar. Etelköz,
„das Land zwischen den Flüssen“), wo sie unter chasarischer
Oberherrschaft standen.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nach jahrzehntelangen Plünderungszügen gegen das Ostfrankenreich und
Großmähren überquerten schließlich 896 die Vorfahren der Magyaren als
Reitervolk mit großen Viehherden (siehe Ungarisches Steppenrind) die
Ostkarpaten, wo sie sich vorläufig im oberen Theiß-Gebiet niederließen
und auf eine slawische Vorbevölkerung trafen. Von hier aus brachen die
altmagyarischen Reiter wieder zu langen Plünderungszügen durch ganz
Europa auf, so überfielen sie Gebiete unter anderem in Bayern, Italien,
Frankreich und Spanien. 901 kehrten sie dann nicht mehr an die obere
Theiß zurück, sondern siedelten sich am Plattensee an und eroberten in
den nachfolgenden Jahrzehnten auch Gebiete der marchia orientalis bis
zur Enns (Ostösterreich) und des Neutraer Fürstentums (südwestliche
Slowakei).&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Nachdem die Magyaren 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld von den
ostfränkischen und böhmischen Truppen geschlagen wurden, zogen sie sich
aus Österreich (außer aus dem Burgenland) zurück, ließen sich endgültig
im heutigen West-Ungarn nieder und passten sich langsam an die
Lebensweise der sie umgebenden slawischen Vorbevölkerung an. Allmählich
wurde das ehemalige Nomadenvolk der Magyaren sesshaft. Zudem
assimilierten die Magyaren die unmittelbar im heutigen Ungarn lebende
slawische Vorbevölkerung (siehe zum Beispiel Plattensee-Fürstentum)
allmählich.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Ab dem letzten Viertel des 10. Jahrhunderts wurden die Ungarn unter Fürst Géza und unter Stephan I. christianisiert.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Im Hochmittelalter war Ungarn bereits vergleichsweise dicht besiedelt,
entvölkerte sich jedoch bedingt durch den Mongolensturm sehr stark.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Mit der Eroberung des Balkans durch die Osmanen (Türken) im 16.
Jahrhundert wurde insbesondere das heutige Ungarn teilweise entvölkert.
Nach der Niederschlagung der Osmanen wurden die entvölkerten Gebiete
(vor allem im Rahmen der drei Hauptumsiedlungswellen 1690, 1711 und
1745) von Slowaken, Siedlern aus Österreich sowie zum Teil von Siedlern
aus anderen Teilen Europas wiederbevölkert. Ein Großteil dieser
Einwanderer ging später im ungarischen Volk auf.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
So sind die heutigen Ungarn eines der vielen Völker, bei denen der
genetische Befund nicht zum linguistischen passt: Während die Sprache
keine indoeuropäische ist, sind genetische Spuren der Vorfahren kaum
noch zu entdecken.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Quelle: www.wikipedia.org&lt;br&gt;&lt;div&gt;&lt;table cellspacing="0" border="0"&gt;&lt;tr height="8"&gt;&lt;td&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td valign="top"&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://blufiles.storage.live.com&amp;#47;y1p0kBYWzDkJXmWtyG2CJk5ajadaFVR-i7HJCLw8BU-0sFsAUyF1yp4R6U7hLdyXQoY"&gt;&lt;img src="http://storage.live.com&amp;#47;items&amp;#47;2B6C9F8534FC60BB&amp;#33;119&amp;#58;thumbnail" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/td&gt;&lt;td width="15"&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;img src="http://c.services.spaces.live.com/CollectionWebService/c.gif?cid=3129051235584073915&amp;page=RSS%3a+Geschichte&amp;referrer=" width="1px" height="1px" border="0" alt=""&gt;&lt;img style="position:absolute" alt="" width="0px" height="0px" src="http://c.live.com/c.gif?NC=31263&amp;amp;NA=1149&amp;amp;PI=73329&amp;amp;RF=&amp;amp;DI=3919&amp;amp;PS=85545&amp;amp;TP=steppenvolk.spaces.live.com&amp;amp;GT1=steppenvolk"&gt;</description><comments>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!114.entry#comment</comments><guid isPermaLink="true">http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!114.entry</guid><pubDate>Tue, 06 Jun 2006 09:47:32 GMT</pubDate><slash:comments>0</slash:comments><msn:type>blogentry</msn:type><live:type>blogentry</live:type><live:typelabel>Blog entry</live:typelabel><wfw:commentRss>http://steppenvolk.spaces.live.com/blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!114/comments/feed.rss</wfw:commentRss><wfw:comment>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!114.entry#comment</wfw:comment><dcterms:modified>2006-06-06T10:57:25Z</dcterms:modified></item><item><title>Die Magyaren</title><link>http://steppenvolk.spaces.live.com/Blog/cns!2B6C9F8534FC60BB!112.entry</link><description>Die Magyaren oder Madjaren oder (ethnischen) Ungarn (Singular im Ungarischen magyar, Plural magyarok) sind ein Volk in Europa.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
In wissenschaftlichen Texten werden sie als „Magyaren“ bezeichnet. Die
Bezeichnung „Ungar“ kann sich, insbesondere in Geschichtstexten, auch
allgemein auf die Bewohner des historischen Königreichs Ungarn und die
des heutigen Staats Ungarn beziehen, also nicht nur auf die Magyaren.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Magyaren gehören wegen ihrer Sprache zu den finno-ugrischen Völkern.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;&lt;span style="font-weight:bold"&gt;
Verbreitung&lt;/span&gt;&lt;br&gt;
Die Ungarn leben im Ungarischen Tiefland und zählen um die 15 Millionen
Menschen, von denen nur 10 Millionen in Ungarn, die restlichen als
große Minderheiten seit 1918 außerhalb Ungarns, vor allem in der
Vojvodina (Serbien), der Slowakei, Rumänien und Kroatien leben. Auch in
der zur Ukraine gehörenden Karpatoukraine leben offiziell 151.000
Ungarn. Sie bewohnen dort etwa 130 Gemeinden und stellen in 80 davon
die Bevölkerungsmehrheit.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
Die Székler (ungar. Székely, Plural Székelyek) sind eine besondere
ungarisch-sprachige Gruppe, die in Siebenbürgen (Rumänien) leben. Nach
der vorherrschenden Meinung handelt es sich nur um einen „Zweig“ der
restlichen Ungarn, nach einer sehr umstrittenen These soll es sich um
Nachfahren der Hunnen handeln.&lt;br&gt;
&lt;br&gt;
&lt;span style="font-weight:bold"&gt;Der Name Magyar&lt;/span&gt;&lt;br&gt